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Nur die Raute » French Connection wächst: HSV entdeckt Frankreich als Transfer-Paradies
HSV News

French Connection wächst: HSV entdeckt Frankreich als Transfer-Paradies

Philipp Overhoff
Philipp Overhoff
19. Juli 2026
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Rayan Philippe
Foto: IMAGO

Rayan Philippe prägte nach seiner Verpflichtung im vergangenen Sommer den Begriff der „French Connection“ beim HSV. Diese ist nun um ein weiteres Mitglied gewachsen.

Erst am Montag lotsten die Rothosen Martin Adeline für rund vier Millionen Euro von Ligue-1-Aufsteiger Troyes in den Volkspark. Über einen langen Zeitraum wurde der 22-Jährige intensiv beobachtet. „Sebastian sagte mir, sie hätten mich 20-mal gescoutet. Davon zehnmal bei Heimspielen in Troyes“, verriet der Franzose mit Blick auf Chefscout Sebastian Dirscherl. Dieser hatte sich Anfang April sogar persönlich ein Bild von Adeline gemacht und war bei dessen Treffer für Troyes gegen Montpellier live im Stadion.

Dass der HSV mittlerweile verstärkt in Frankreich sucht, hat mehrere Gründe. Zum einen gilt das Land seit Jahren als die wahrscheinlich größte Talentschmiede Europas. Zum anderen finden sich dort zahlreiche Spieler, die trotz ihres großen Potenzials finanziell noch erreichbar sind. Entsprechend verfügt der HSV über einen fest angestellten Scout für die ersten beiden französischen Ligen. Das berichtet das Hamburger Abendblatt.

Der Weg zu einem Transfer führt allerdings keineswegs nur über die Nationalität oder den Werdegang eines Spielers. Zunächst definiert Trainer Merlin Polzin gemeinsam mit seinem Stab die benötigten Spielerprofile. Anschließend erstellen Sportdirektor Claus Costa und Dirscherl eine Kandidatenliste. Neben Live-Eindrücken und Videostudien fließen auch Datenanalysen, Persönlichkeitsprofile und direkte Gespräche mit den Spielern in die Bewertung ein.

Sebastian Dirscherl
Foto: IMAGO

Adeline hat beim HSV zahlreiche Ansprechpartner

Im Fall von Adeline fiel das Urteil offenbar eindeutig aus. Für das gesuchte Profil eines kreativen Offensivspielers mit hoher Intensität gegen den Ball soll der Youngster ganz oben auf der Liste gestanden haben.

Ein weiterer Faktor war ebenfalls relevant: das französischsprachige Umfeld beim HSV. Mit Jean-Luc Dompé, Rayan Philippe, Warmed Omari, Albert Sambi Lokonga sowie den Co-Trainern Loïc Favé und Basil More-Chevalier gibt es zahlreiche Ansprechpartner. Noch vor wenigen Wochen standen mit William Mikelbrencis und Aboubaka Soumahoro zudem zwei weitere französischsprachige Kicker an der Elbe unter Vertrag.

„Das spielte durchaus eine Rolle für meinen Wechsel“, räumte Adeline ein. Dennoch macht der Neuzugang deutlich, dass für ihn etwas anderes den Ausschlag gab: „Am meisten hat mich das Projekt des HSV überzeugt.“ Sollte Adeline voll einschlagen, dürfte die French Connection beim HSV in Zukunft trotzdem nur noch weiter wachsen.

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