Der Wunsch ist weiterhin vorhanden, die finanziellen Grenzen sind jedoch klar definiert: Im Poker um Fabio Vieira hat sich der HSV offenbar auf eine maximale Ablösesumme festgelegt.
Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, wollen die Rothosen für den Portugiesen nicht mehr als einen hohen einstelligen Millionenbetrag investieren. Die Schmerzgrenze soll aktuell bei knapp unter zehn Millionen Euro liegen.
Damit klafft weiterhin eine erhebliche Lücke zu den Vorstellungen des FC Arsenal. Der englische Meister soll davon überzeugt sein, im Laufe des Transfersommers ein Angebot von 20 Millionen Euro oder mehr für den offensiven Mittelfeldspieler zu erhalten. Entsprechend festgefahren ist die Situation derzeit.
Dabei würden die Verantwortlichen den 26-Jährigen nur allzu gerne im Volkspark halten. Die neue Sportvorständin Kathleen Krüger machte zuletzt keinen Hehl daraus, wie sehr sie Vieiras sportliche Qualitäten schätzt. „Fabio ist ein herausragender Spieler, technisch unfassbar versiert und bringt eine gewisse Kreativität in das Spiel. Er liefert zuverlässige Scorerpunkte“, erklärte Krüger. Gleichzeitig betonte sie jedoch die wirtschaftlichen Realitäten: „Ein Spieler mit dieser Qualität liegt preislich in einem Regal, das kann man so klar sagen, das nicht das Regal des HSV ist.“

HSV schielt bei Vieira auf den August
Ganz aufgegeben haben die Hamburger den Transfer dennoch nicht. „Claus Costa versucht gemeinsam mit Arsenal kreative und smarte Lösungen zu finden. Ob uns das am Ende gelingt, wissen wir noch nicht“, sagte Krüger. Klar sei jedoch auch: „Der aufgerufene Preis ist für uns nicht darstellbar.“
Im Volkspark hofft man daher auf eine Gelegenheit zu einem späteren Zeitpunkt des Sommers. Sollte sich bis in den August hinein kein Interessent finden, der die von Arsenal gewünschte Ablöse zahlt, könnten die Karten noch einmal neu gemischt werden. Der HSV setzt darauf, dass Vieira in einem solchen Szenario günstiger verfügbar wird.
Priorität genießen aktuell allerdings andere Baustellen. Gesucht werden ein Nachfolger für Abwehrchef Luka Vušković sowie gleich mehrere neue Stürmer. Außerdem sollen Neuzugänge für beide Schienenpositionen kommen. Ob da noch Budget für Vieira übrig bleibt?

