Für Ex-HSV-Star Sebastian Schonlau ist das Abenteuer Nordamerika nach nur wenigen Monaten schon wieder beendet. Es geht zurück nach Deutschland!
Nachdem sich die Vancouver Whitecaps FC und der Innenverteidiger einvernehmlich auf eine Trennung verständigt hatten, steht nun fest, wohin es den ehemaligen Kapitän der Rothosen zieht: Zu Holstein Kiel. An der Förde kommt es damit zu einem bemerkenswerten HSV-Wiedersehen.
Schonlau trifft in Kiel nicht nur auf Ex-HSV-Coach Tim Walter, sondern auch auf seinen langjährigen Mitspieler Jonas Meffert. Das Trio war im Sommer 2021 zeitgleich in den Volkspark gekommen und arbeitete bis zu Walters Entlassung im Februar 2024 eng zusammen. Meffert und Schonlau blieben anschließend Leistungsträger der Rothosen und feierten 2025 gemeinsam den Aufstieg in die Bundesliga.
Nach der Rückkehr ins Oberhaus verloren beide jedoch zunehmend an sportlicher Bedeutung. Während Schonlau im vergangenen Sommer nach Vancouver wechselte, schloss sich Meffert im Winter Holstein Kiel an. Als die Störche in Abstiegsnot gerieten, installierten sie wenig später Walter als neuen Cheftrainer. Mit Schonlaus Wechsel sind die drei ehemaligen Weggefährten nun endgültig wieder vereint.

Walter lobt Schonlau wegen gemeinsamer HSV-Zeit
Die Kieler Verantwortlichen machen keinen Hehl daraus, weshalb sie den 31-Jährigen verpflichten wollten. Sport-Geschäftsführer Olaf Rebbe bezeichnete Schonlau als „Spieler mit großer Erfahrung und einer außergewöhnlichen Persönlichkeit“ und verwies darauf, dass der Verteidiger sowohl Walters Arbeitsweise als auch die „norddeutsche Luft“ bestens kenne.
Auch Walter zeigte sich erfreut über die Verpflichtung. „Bascho war in Hamburg mein Kapitän und einer meiner wichtigsten Ansprechpartner innerhalb der Mannschaft“, erklärte der Kiel-Coach. Mit Schonlau gewinne man „eine absolute Führungspersönlichkeit“ und einen Spieler, der seine Philosophie bereits verinnerlicht habe.
Schonlau selbst tat sich mit der Entscheidung pro Holstein alles andere als schwer. „Ich bin wahnsinnig glücklich, jetzt hier in Kiel zu sein“, sagte der Innenverteidiger. Als die Anfrage gekommen sei, habe er „keine Sekunde überlegen“ müssen.

