Die Trennung von Stefan Kuntz sorgte Anfang des Jahres für jede Menge Wirbel im HSV-Umfeld. Nun wird bekannt: Auch finanziell hatte das überraschende Aus des früheren Sportvorstands spürbare Folgen.
Als der HSV am 2. Januar das Ausscheiden von Kuntz bekanntgab, reagierten Fans wie Medien gleichermaßen verwundert. Offiziell hieß es zunächst, der damalige Sportvorstand habe den Aufsichtsrat nach Weihnachten aus familiären Gründen um eine sofortige Beendigung seiner Tätigkeit gebeten. Nur wenige Tage später änderte sich die Tonlage jedoch deutlich.
Der Verein erhob öffentlich den Vorwurf eines „schwerwiegenden Fehlverhaltens“, während Kuntz die Anschuldigungen entschieden zurückwies und das bis heute tut. Seitdem herrscht weitgehend Funkstille. Doch jetzt kommen zumindest die finanziellen Folgen der Trennung ans Tageslicht.
Wie die Sport Bild berichtet, musste der HSV seinem ehemaligen Vorstand trotz der Freistellung noch mehrere Monate Gehalt zahlen. Grund dafür sollen vertraglich vereinbarte Kündigungsfristen gewesen sein. Demnach erhielt Kuntz sein Grundgehalt noch für ein weiteres Quartal. Bei einem geschätzten Monatsverdienst von rund 100.000 Euro summierten sich die Zahlungen auf insgesamt etwa 300.000 Euro.

Krüger folgt beim HSV auf Kuntz
Inzwischen hat der Verein die Nachfolge des 63-Jährigen geregelt. Mit Kathleen Krüger verpflichtete der HSV eine neue starke Frau für die sportliche Führung. Die langjährige Bayern-Managerin wird ihre Tätigkeit offiziell am 1. Juli aufnehmen und soll Mitte kommender Woche im Rahmen einer Pressekonferenz im Volksparkstadion vorgestellt werden.
Die Verantwortlichen versprechen sich von Krüger frische Impulse für die Bundesliga-Zukunft des Vereins. Gemeinsam mit Finanzvorstand Eric Huwer und Sportdirektor Claus Costa, der sich auch weiterhin um die Kaderplanung kümmert, soll die 41-Jährige fortan die Geschicke des HSV lenken. Nach ihrer erfolgreichen Zeit beim FC Bayern übernimmt sie künftig die Gesamtverantwortung für den sportlichen Bereich.

