Er gehört zu den größten HSV-Ikonen der jüngeren Vereinsgeschichte: In Zukunft wird Robert Glatzel jedoch für den VfL Wolfsburg auf Torejagd gehen.
Das erklärte der 32-Jährige am späten Dienstagnachmittag in einer an die HSV-Fans adressierten Video-Botschaft. Wolfsburg wiederum machte den Transfer wenige Minuten später offiziell. Medienberichten zufolge unterschreibt Glatzel in der Autostadt einen Zweijahresvertrag bis 2028. Der HSV kassiert demnach eine Ablösesumme in Höhe von 1,5 Millionen Euro.
Schon in den vergangenen Monaten hatte sich abgezeichnet, dass Glatzel die Rothosen verlassen würde. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga verlor der großgewachsene Angreifer zunehmend an Bedeutung. Cheftrainer Merlin Polzin stellte die Ausrichtung von Ballbesitz- auf Umschaltfußball um und setzte zumeist auf sprintstärkere Spielertypen wie Ransford Königsdörffer oder auch Damion Downs.
Glatzel hingegen wurde erst im Saisonendspurt wieder wichtig. Dort konnte er gleich mehrere Akzente setzen und besaß somit seinen Anteil am souveränen Klassenerhalt des HSV. Insgesamt verbuchte er in 150 Pflichtspielen für die Hanseaten satte 84 Tore und 22 Vorlagen.

Nach 5 Jahren HSV: Glatzel findet neue Herausforderung
Von dieser Torgefahr will nun der VfL Wolfsburg profitieren. Nach ihrem ersten Bundesliga-Abstieg überhaupt arbeiten die Wölfe derzeit mit Hochdruck daran, diesen Betriebsunfall möglichst schnell vergessen zu machen. So wurden mit Fraser Hornby (SV Darmstadt 98) und Fabian Reese (Hertha BSC) unter anderem zwei der zuverlässigsten Zweitliga-Goalgetter der letzten Jahre verpflichtet. Glatzel erweitert die Möglichkeiten von Neu-Trainer Tobias Strobl nun um eine weitere Komponente.
„Wir freuen uns sehr, dass wir Robert von unserem Weg überzeugen und für uns gewinnen konnten. Mit seiner Physis und seinem Torriecher, den er längst nicht nur in der 2. Bundesliga nachgewiesen hat, wird er unser Offensivspiel deutlich bereichern. Darüber hinaus wird uns seine Erfahrung auf und neben dem Platz enorm helfen“, so Wolfsburg-Sportdirektor Pirmin Schwegler.
Glatzel erklärte seinerseits, er habe in den Gesprächen mit der Klubführung „ein großes Vertrauen“ gespürt. „Ich freue mich riesig darauf, das VfL-Trikot zu tragen und kann es kaum erwarten, loszulegen und mit meinen neuen Kollegen auf dem Platz zu stehen.“

