Der im vergangenen Sommer eingeleitete Umbruch des HSV dürfte sich fortsetzen. Weitere Spieler der Aufstiegsmannschaft stehen vor dem Abgang.
Schon in den letzten Monaten vollzog Trainer Merlin Polzin zahlreiche Veränderungen. Spieler wie Sebastian Schonlau, Davie Selke oder Jonas Meffert verließen den Verein, zahlreiche Neuzugänge kamen stattdessen hinzu. Doch die Umbruchphase ist noch längst nicht abgeschlossen. Nach einem aktuellen Bericht der Sport Bild könnten bis zum Ende des Transferfensters nur noch vier Profis aus jener Mannschaft übrig bleiben, die im Mai 2025 auf dem Rathausmarkt den Aufstieg feierte.
Der HSV richtet seinen Kader immer stärker auf die Anforderungen der Bundesliga aus. Gesucht werden nicht nur Verstärkungen für einzelne Positionen, sondern vor allem flexible Spielerprofile. Sportdirektor Claus Costa und sein Team arbeiten an Lösungen für das Defensiv-Zentrum, die Außenbahnen und den Sturm. Gleichzeitig stehen diverse Akteure vor einer ungewissen Zukunft.
So gelten Jean-Luc Dompé, Fabio Baldé und Noah Katterbach weiterhin als Wechselkandidaten. Robert Glatzel dürfte in den kommenden Tagen zudem beim VfL Wolfsburg unterschreiben. Hinzu kommen Personalien, bei denen sich der HSV ebenfalls finanzielle Erlöse erhofft, um den Spielraum für eigene Neuverpflichtungen zu vergrößern. Zu den Kandidaten zählen unter anderem Emir Sahiti und Immanuel Pherai.

HSV: Welche Profile auf dem Transfermarkt gesucht werden
Parallel laufen die Planungen für weitere Zugänge. Neben einem Nachfolger für den zu Tottenham Hotspur zurückkehrenden Luka Vuskovic sollen zusätzliche Optionen für die Außenverteidiger-Positionen und die Offensive gefunden werden. Gerade im Angriff sucht der HSV nach Spielern, die sowohl in der Sturmspitze als auch auf den Flügelpositionen zum Einsatz kommen können.
Dieser Wandel folgt einer klaren Strategie. Polzin setzt auf Intensität, Flexibilität und Spieler, die mehrere Rollen ausfüllen können. Das bedeutet allerdings, dass verdiente Aufstiegshelden zunehmend aus dem Raster fallen. Das betrifft auch Daniel Elfadli. Der Libyer, 2024/25 noch ein absoluter Säulenspieler, ist der Mopo zufolge unzufrieden mit seiner geringen sportlichen Rolle. Auch in seinem Fall ist ein Abgang keineswegs ausgeschlossen.

