Seit einem Monat ist Kofi Amoako Spieler des HSV. Der erste Eindruck des 21-Jährigen von seinem neuen Umfeld fällt durchweg positiv aus.
Besonders eine Sache hat den Mittelfeldspieler in seinen ersten Wochen bei den Rothosen überrascht: die Intensität im Training. Der Deutsch-Ghanaer, der im Sommer als erster Neuzugang zum HSV stieß, musste sich zunächst an das Niveau eines Bundesligisten gewöhnen. Doch nicht etwa lange Laufeinheiten oder Konditionsarbeit haben ihn beeindruckt, sondern vor allem die Nähe zum eigentlichen Spiel. „Die Intensität hat mich schon etwas überrascht. Wir arbeiten viel mit dem Ball“, erklärte Amoako im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt.
Dabei hebt der Sechser vor allem die Trainingsphilosophie von Merlin Polzin und dessen Trainerteam hervor. „Wir gehen nicht im Wald laufen, sondern machen fußballerische Sachen. Das Training ist sehr nah am Spiel. Wir trainieren genau das, was am Sonnabend um 15.30 Uhr gebraucht wird“, so der Neuzugang.
Genau diese Herangehensweise war auch ein entscheidender Faktor für seinen Wechsel in den Volkspark. Die Gespräche mit dem HSV-Trainerteam überzeugten Amoako früh. „Ich habe meinen Beratern sofort signalisiert: Wenn alles passt, mache ich das zu 100 Prozent. Sie wollen aus mir einen Top-Spieler machen“, berichtete der Youngster.

Der HSV bekommt ein „Zweikampftier“
Positiv: Der deutsche U20-Nationalspieler kam mit reichlich Rückenwind nach Hamburg. Nach seiner Ausbildung beim VfL Wolfsburg entwickelte er sich zunächst beim VfL Osnabrück und anschließend bei Dynamo Dresden zum Stammspieler. Besonders sein Jahr in Sachsen prägte ihn „nachhaltig“, so Amoako.
Auch ehemalige Wegbegleiter trauen ihm beim HSV viel zu. Ex-Wolfsburg-U19-Trainer Daniel Bauer bezeichnete seinen ehemaligen Schützling bereits im Mai als „Zweikampftier mit einem guten Timing beim Tackling“ und lobte vor allem dessen taktisches Verständnis sowie seine Mentalität.
Abseits des Platzes hält es der 21-Jährige allerdings eher ruhig. Im Trainingslager nutzt er freie Zeit für Gespräche mit Familie und Freundin oder schaut gerne Anime-Serien. Viel wichtiger ist für den HSV jedoch, was Amoako auf dem Rasen zeigt.

