Fabio Vieira hat nach dem letzten Saisonspiel der HSV-Frauen im Volksparkstadion bewusst das Gespräch mit Merlin Polzin und Co-Trainer Loic Favé gesucht.
Das berichtet Polzin im Podcast „HSV, wir müssen reden“ des Hamburger Abendblatts. Demnach blieb der Portugiese nach dem 0:1 gegen den FC Bayern länger im Stadion, um sich persönlich mit dem Trainerteam auszutauschen.
Vieira habe dabei „persönliche Worte gefunden, die ihm für Loic und mich auf dem Herzen lagen“, sagte Polzin. Für den HSV-Coach war das Treffen ein Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung nach einer Saison, in der der Spielmacher sportlich eine zentrale Rolle eingenommen hat.
Nach schwierigen Jahren beim FC Arsenal wechselte Vieira im vergangenen Sommer überraschend auf Leihbasis nach Hamburg. Im Volkspark fand der 25-Jährige nach einer gewissen Anlaufzeit zurück zu alter Stärke und wurde zum wichtigsten Offensivspieler. Sieben Tore und fünf Vorlagen machten ihn zum Top-Scorer der Mannschaft.
Polzin sieht die Entwicklung auch als Ergebnis der Zusammenarbeit mit dem Trainerteam. „Er hat sich sehr wertschätzend über das von Anfang an vorhandene Vertrauensverhältnis geäußert“, berichtet der 35-Jährige. Gleichzeitig habe man dem Iberer klare Anforderungen mitgegeben. „Es hilft jedem Zauberfuß, wenn wir die Arbeit gegen den Ball einfordern“, so Polzin.

Wie groß sind die HSV-Chancen bei Vieira?
Entsprechend groß ist das HSV-Interesse an einem Verbleib Vieiras. Die im Leihvertrag verankerte Kaufoption über 22 Millionen Euro kann der Klub allerdings nicht bezahlen. Stattdessen arbeitet Sportdirektor Claus Costa an einer alternativen Lösung mit dem FC Arsenal. Vieira selbst soll demnach „positiv auf das intensive Werben des HSV reagiert haben“.
Und auch Polzin macht keinen Hehl daraus, dass der Verein um den Linksfuß kämpfen will. „Ich habe Fabio versichert, dass wir alles versuchen werden, wenn sich eine realistisch umsetzbare Möglichkeit bietet“, sagt er. Zugleich betont der Trainer, dass ein Transfer wirtschaftlich darstellbar bleiben müsse.
Ob Vieira über den Sommer hinaus in Hamburg bleibt, ist also völlig offen. Dass sich Spieler und Verein in den vergangenen Monaten angenähert haben, zeigt aber auch das persönliche Gespräch im Volkspark.

