Einen frühen Neuzugang konnte der HSV mit Kofi Amoako bereits verpflichten. Doch insgesamt setzt der Klub eher auf gezielte Veränderungen statt auf einen großen Umbruch.
Nach dem gesicherten Klassenerhalt sehen die Verantwortlichen keinen Anlass, den Kader komplett umzubauen. Stattdessen soll laut einem aktuellen Bericht der Sport Bild vor allem punktuell nachjustiert werden. Ganz oben auf der Liste steht die Innenverteidigung. Der Abgang von Luka Vuskovic hinterlässt eine gigantische Lücke, deren Schließung als zentral bewertet wird. Eine weitere Leihe gilt trotz anderslautender Meldungen aus England praktisch als ausgeschlossen, weshalb aktiv nach Ersatz gesucht wird.
Auch offensiv dürfte sich etwas tun. Nach dem Abschied von Ransford Königsdörffer will der HSV im Sturmzentrum personell nachlegen. Zwei neue Angreifer gelten als realistisches Szenario, sollte sich Robert Glatzel für einen Abgang entscheiden, könnten es sogar drei werden. Dazu schauen sich die Hamburger auch nach Verstärkungen für die Außenbahnen um. Das dürfte sowohl für die Defensive als auch für die Offensive gelten.

HSV: Costa-Vertrag endet früher als erwartet
Besonders spannend bleibt die Frage nach der Besetzung des offensiven Mittelfelds. Die Leihgaben Albert Grønbæk und Fábio Vieira sollen bestenfalls dauerhaft unter Vertrag genommen werden. Bei Grønbæk deutet vieles darauf hin, dass der HSV die fünf Millionen Euro schwere Kaufoption nicht ziehen will und auf bessere Konditionen hofft. Vieira wiederum bleibt die absolute Wunschlösung der Verantwortlichen. Ein Transfer würde jedoch zum finanziellen Kraftakt, weshalb die Sport Bild die aktuellen Chancen auf 30 Prozent einschätzt.
Parallel dazu laufen aber auch abseits des Rasens wichtige Prozesse. Die neue Führung um Sportvorständin Kathleen Krüger begleitet nicht nur die Kaderplanung, sondern beschäftigt sich ebenso mit strategischen Themen wie der Weiterentwicklung des Spielstils und den personellen Perspektiven von Trainer Merlin Polzin sowie Sportdirektor Claus Costa. Dessen Vertrag läuft bereits 2027, und nicht wie lange angenommen, erst 2028 aus.

