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Nur die Raute » HSV: Die Gründe für den Königsdörffer-Abgang
BundesligaHSV News

HSV: Die Gründe für den Königsdörffer-Abgang

Yannick Lassmann
Yannick Lassmann
23. Mai 2026
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Ransford Königsdörffer
Foto: Getty Images

Unter der Woche wurde der Wechsel von Ransford Königsdörffer zum FSV Mainz 05 bekannt – auch weil der HSV trotz aller Größe aktuell das schlechtere Gesamtpaket vorweist.

Dies ist wenig überraschend, kehrte er doch nach siebenjähriger Abstinenz in die Bundesliga zurück, während die Rheinhessen ihre 18. Spielzeit hintereinander im Oberhaus absolvieren werden und daher alleine aufgrund der wesentlich höheren TV-Gelder finanziell besser aufgestellt wird. Wie die Mopo erfuhr, wird Königsdörffer zukünftig etwa 1,5 Millionen Euro pro Spielzeit einstreichen.

Beim sich intensiv um eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags bemühenden HSV hätte er die Millionengrenze wohl knapp überschritten. Das Geld soll aber nicht die maßgebliche Rolle bei der Entscheidung des Offensivakteurs gespielt haben. Stattdessen habe die sportliche Perspektive sowie die Hartnäckigkeit in den Gesprächen den Ausschlag gegeben. Schon Anfang des Jahres nahmen die Mainzer Kontakt auf, obwohl sie sich zu diesem Zeitpunkt in großer Abstiegsgefahr befanden.

Ransford Königsdörffer Danny da Costa
Foto: IMAGO

Mainz mit klaren Vorstellungen bei Königsdörffer

Die sportlichen Pläne hätten den auch von Union Berlin umworbenen Königsdörffer vollends überzeugt. In Mainz solle er neben Sturmtank Phillip Tietz zum Einsatz kommen und dabei immer wieder Tiefenläufe anbieten, um seine Schnelligkeit ausspielen zu können. Die Rolle füllte der 24-Jährige beim HSV gelegentlich aus und gab an der Seite von Robert Glatzel eine gute Figur ab.

Vor allem im ersten Halbjahr setzte ihn Trainer Merlin Polzin oftmals als alleinigen Angreifer ein. Königsdörffer habe sich in dieser Rolle nie komplett wohl gefüllt, was sich auch in seinen Leistungen widerspiegelte. Dass er erstklassiges Niveau besitzt, wies er in der Rückserie nach. Der Mainzer Trainer Urs Fischer ist ohnehin überzeugt von seinen Fähigkeiten, habe er seinen neuen Schützling doch bereits im Sommer 2024 zu Union Berlin locken wollen.

Nur die Raute – von HSV-Fans für HSV-Fans

Der Schweizer übernahm den Karnevalsverein im Dezember des vergangenen Jahres und führte ihn durch eine starke Rückrunde mit 28 Punkten vom Tabellenende ins gesicherte Mittelfeld. In der neuen Spielzeit soll sich der FSV nicht mehr mit dem Abstiegskampf auseinandersetzen. Für den vor einem größeren Umbruch – mit Luka Vuskovic und Fábio Vieira gehen höchstwahrscheinlich die prägenden Figuren – stehenden HSV geht es dagegen ausschließlich darum, erneut die Klasse zu erhalten.

Die neue Saison wird er zudem ohne Königsdörffer angehen müssen. Bevor sich dessen Blick jedoch nach Mainz richtet, wird er möglicherweise zur Weltmeisterschaft nach Nordamerika reisen. Die Anzeichen einer WM-Nominierung durch den neuen ghanaischen Nationalcoach Carlos Queiroz würden sich verdichten. In der Vorrunde warten mit England, Kroatien und Panama spannende Gegner.

Foto: Getty Images

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THEMEN IN DIESEM ARTIKELFSV Mainz 05HSVRansford KönigsdörfferUrs Fischer
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