Der HSV und Saskia Breuer gehen getrennte Wege. Wie der Verein am Freitag mitteilte, werde der bis zum 30. Juni 2026 laufende Vertrag der Leiterin Frauenfußball nicht verlängert.
Diese Entscheidung sei nach einer „umfassenden Analyse der vergangenen Saison“ gemeinsam getroffen worden. Schon in den vergangenen Wochen hatte sich dieser Schritt angekündigt. „Wir werden kritisch in die Analyse gehen. Wir waren nicht mit allem glücklich, wie es gelaufen ist. Auch eine Trainerentlassung ist ein Eingeständnis einer Fehleinschätzung. Das werden wir jetzt in aller Ruhe aufarbeiten, erklärte Vorstand Eric Huwer kürzlich (via Hamburger Abendblatt).
Mit nur 18 Punkten aus 24 Saisonspielen zitterte sich die Mannschaft in der Frauen-Bundesliga gerade so zum Klassenerhalt. Der Weg dahin war jedoch steinig. Am 13. April trennten sich die Rothosen von Cheftrainerin Liese Brancao, die in den vergangenen Partien von Klublegende Rodolfo Cardoso vertreten wurde. Eine dauerhafte Nachfolgelösung ist Stand jetzt noch nicht gefunden. Erstes Ergebnis der Saisonanalyse ist das Aus von Breuer.

Trotz HSV-Aus: Breuer „voller Stolz und Dankbarkeit“
Die 43-Jährige war im August 2024 zunächst als Koordinatorin Frauenfußball in den Volkspark gekommen und übernahm später die Leitung des Bereichs. In ihre Amtszeit fielen die größten sportlichen Erfolge der HSV-Frauen in den vergangenen Jahren: der Bundesliga-Aufstieg 2025 sowie zuletzt der Klassenerhalt.
Huwer würdigte Breuers Arbeit und erklärte, sie habe „entscheidend dazu beigetragen“, die Strukturen im Frauen- und Mädchenfußball weiterzuentwickeln. Gleichzeitig machte der Verein deutlich, dass man sich mit Blick auf die kommende Saison personell neu aufstellen möchte. Auch Christoph Rohmer, Direktor NLZ & Sportstrategie, verwies in der offiziellen Pressemitteilung auf die steigenden Anforderungen in der Frauen-Bundesliga und kündigte einen „detaillierten Auswahlprozess“ für die Nachfolge an.
Breuer selbst sprach zum Abschied von einer „besonderen Ehre“, den Frauenfußball beim HSV mitgestaltet zu haben. Sie blicke „voller Stolz und Dankbarkeit“ auf Aufstieg und Klassenerhalt zurück.

