Bereits zwei Wochen vor Saisonende durfte sich der HSV über den sicheren Klassenerhalt freuen. Eine besondere Rolle spielte dabei auch die Erfolgsserie „Ted Lasso“.
Wie der Verein nun öffentlich machte, stand in den vergangenen Monaten ein kleines Aquarium in der HSV-Kabine. Die Idee dahinter orientierte sich am berühmten „Be a Goldfish“-Motto aus der Serie. Loic Favé (via Bild) erklärt den Ansatz so: „Ted Lasso fragt in der Serie einen Spieler, was das glücklichste Tier ist – ein Goldfisch, weil er schnell alles wieder vergisst.“ Genau dieses Denken habe man auf die Mannschaft übertragen wollen. „Dieses Mindset, immer wieder im Moment zu sein und nicht darüber nachzudenken, was war oder was kommen wird, war unser Aufhänger“, sagte der Co-Trainer.
Die Botschaft kam offenbar an. Nach zwischenzeitlich sechs sieglosen Spielen in Serie ging der HSV beim 2:1 in Frankfurt schließlich den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt. Eine Woche später folgte gegen den SC Freiburg (3:2) ein weiterer Sieg und die emotionale Verabschiedung von den eigenen Fans. Nach dem Abpfiff setzten Mannschaft und Trainer zu einer Ehrenrunde durch das gesamte Stadion an.

HSV richtet „Identity Wall“ ein
Doch das Aquarium war längst nicht die einzige Maßnahme. Zur Rückrunde installierte der HSV zusätzlich eine sogenannte „Identity Wall“ im Analyse-Raum. Dort teilten Teammitglieder persönliche Fotos und Geschichten aus ihrem Privatleben. Für Polzin ein wichtiger Schritt, um die Mannschaft enger zusammenzubringen. „Für uns als Trainerteam ist es sehr wichtig, nicht nur den Fußballer zu sehen, sondern den Menschen und seine Geschichte dahinter“, erklärte der 35-Jährige.
Nur die Raute – von HSV-Fans für HSV-Fans
Teilweise seien dabei sehr emotionale Momente entstanden. „Die Jungs, die sich daran beteiligen wollten, haben sehr intime Einblicke gewährt“, berichtete Polzin. Gerade diese Offenheit scheint den HSV auch in schwierigen Phasen zusammengeschweißt zu haben. Das Resultat ist ein ebenso frühzeitiger wie hochverdienter Klassenerhalt.

