Sieht Robert Glatzel noch eine Zukunft beim HSV? Nach seinem überraschenden Startelfeinsatz beim 1:1 gegen den FC Augsburg ist diese Frage aktueller denn je.
Denn sportlich setzte Glatzel ein immerhin kleines Ausrufezeichen. Er lieferte direkt, bereitete den Ausgleich durch Ransford Königsdörffer vor und zeigte einmal mehr, wie gut das Sturmduo harmonieren kann. Schon beim 3:2-Heimsieg über Union Berlin im Februar hatte Glatzel seinem Mitspieler ein Tor aufgelegt.
Trotzdem stand der Routinier in dieser Saison erst viermal von Beginn an auf dem Platz. Beim gerade erst aufgestiegenen HSV zählen vor allem Laufleistung, Pressing und Flexibilität im Anlaufverhalten. Merlin Polzin bevorzugt daher Stürmertypen wie Damion Downs oder eben Königsdörffer. Daran dürfte sich in naher Zukunft nichts nachhaltig ändern.
Daher spricht laut Hamburger Abendblatt vieles dafür, dass sich die Wege von Glatzel und den Rothosen im Sommer trennen werden – trotz eines laufenden Vertrags bis 2027.

Glatzel hätte HSV gleich mehrfach verlassen können
Schon in der Vergangenheit hatte der 32-Jährige mehrfach die Chance, den Verein zu verlassen. 2022 hätte er zum FC Schalke wechseln können, 2023 zum VfB Stuttgart und 2024 zum FC Augsburg. Doch Glatzel entschied sich immer wieder bewusst für Hamburg, auch aus Verbundenheit zu Fans und Umfeld. Umso bemerkenswerter waren seine klaren Aussagen im Mopo-Interview vor wenigen Wochen. Eine Saison wie diese wolle er „auf keinen Fall“ noch einmal erleben, so Glatzel.
Nur die Raute – Alle News rund um den HSV
Der Startelfeinsatz gegen Augsburg dürfte daran wenig ändern. Schon im kommenden Spiel gegen den VfB Stuttgart (12.04, 17.30 Uhr) könnte er wieder auf die Bank rutschen.
So deutet aktuell vieles auf einen Abschied hin. Nach der Saison wollen beide Seiten nochmals miteinander sprechen, doch die Tendenz scheint klar: Glatzel möchte wieder häufiger auf einem Fußballfeld stehen!

