Was Mario Basler vom Frauenfußball hält, ist seit Jahren bekannt. Neueste Aussagen des Ex-Profis sorgen nun erneut für Wirbel.
Bereits vor 15 Jahren schrieb der Europameister von 1996 in einer Bild-Kolumne provokant: „Fußball ist nichts für Frauen.“ Wenn Frauen ein Spielfeld betreten, sollten sie „lieber ein Netz aufstellen und Tennis spielen. Das ist sexy.“
In einer aktuellen Podcast-Reihe des SWR, genannt „Der letzte Typ“, wurde der 57-Jährige von Moderatorin Katharina Reckers mit diesen Aussagen konfrontiert. Doch von einem Umdenken fehlte jede Spur. „Ich bleibe dabei: Es ist kein Frauensport“, sagte Basler. „Das hat mit Fußball nichts zu tun. Allein wenn die Frauen rennen, wenn sie schießen, wenn sie grätschen. Wann siehst du mal eine Grätsche bei einer Dame, einer Frau?“ Reckers widersprach deutlich und riet Basler freundlich aber gleichzeitig deutlich, „einfach mal die Fresse“ zu halten.

HSV-Frauen reagieren auf Basler-Aussagen
Auch eine Antwort der HSV-Frauen ließ nicht lange auf sich warten. Diese fiel ebenso deutlich wie kreativ aus. Auf ihren Social-Media-Kanälen veröffentlichten die Hanseatinnen ein Video, in dem ein Ausschnitt des Podcasts gezeigt wird. Baslers Gesicht ist darin wie das eines Straftäters verpixelt. Auf seine spöttische Frage nach der „Grätsche bei einer Frau“ folgt die passende Szene: Toptalent Lotta Wrede springt mit einem lehrbuchmäßigen Tackling aus dem Nordderby gegen Werder Bremen (1:1) ins Bild.
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Es folgt ein Zusammenschnitt ihrer besten Dribblings, Torschüsse und Offensivaktionen. Dazu schreiben die Verantwortlichen selbstbewusst: „Lieber Mario, überzeug dich gerne vom Gegenteil. Nicht nur bei LW32.“ Gleichzeitig wird auf das DFB-Pokal-Viertelfinale am 11. März im Volksparkstadion gegen den FC Bayern München verwiesen. Im Netz werden die HSV-Frauen für diese Reaktion gefeiert. Völlig zurecht.

