Der HSV befindet sich im Aufwind. Der 3:2-Sieg gegen Union Berlin war auch ein klares Zeichen für die wiederentdeckte Stabilität.
Aus den letzten fünf Spielen holten die Rothosen starke neun Punkte, in der Rückrunde wartet die Mannschaft weiterhin auf ihre erste Niederlage. „Ich bin stolz, dass wir so lange ungeschlagen sind. Das ist sehr stark“, freute sich Nicolai Remberg nach dem knappen Erfolg über die Köpenicker um Ex-Coach Steffen Baumgart.
Dabei gelang es dem HSV bereits zum zweiten Mal, einen eigenen Rückstand in einen 3:2-Sieg umzumünzen. Schon im Nordderby gegen Werder Bremen hatte sich der Aufsteiger resilient und widerstandsfähig präsentiert. „Ich frage mich auch so ein bisschen, woher das kommt“, witzelte Remberg. „Das ist eine Qualität, die ich nicht unbedingt erwartet habe. Umso schöner, dass sie da ist.“
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Trotz Erfolgsserie: HSV bleibt bodenständig
Der Abräumer bringt damit auf den Punkt, was aktuell den Unterschied ausmacht. Denn neben einer klar erkennbaren spielerischen Weiterentwicklung zeigen die Hanseaten regelmäßig mentale Stärke, kämpfen sich nach Rückschlägen immer wieder zurück und nutzen die positive Dynamik, die den Verein aktuell umgibt.
Selbst gegen den großen FC Bayern war der HSV dazu in der Lage, nach zwischenzeitlichem 1:2-Rückstand noch einmal zurückzukommen und sich einen ebenso wichtigen wie unerwarteten Punktgewinn zu sichern.
Trotzdem herrscht im Volkspark keine Spur von überschwänglicher Euphorie. Fan-Witzeleien über eine plötzlich in Reichweite liegende Europapokal-Qualifikation wischte Remberg im ZDF Sportstudio schnell beiseite. „Wir wissen auch, dass wir gerade das Momentum auf unserer Seite haben“, gab der Ex-Kieler zu. „Wir müssen einfach genauso weitermachen. Es ist cool, dass wir in so einem Flow sind, aber wir haben noch nicht viel erreicht.“

