Der HSV bezwang zum Auftakt des neunten Bundesliga-Spieltages Borussia Mönchengladbach. Fast alle Beteiligten äußerten sich anschließend sehr zufrieden.
Der mit einem Distanzhammer das entscheidende 3:1 beisteuernde Albert Grønbaek etwa sprach von einer „unglaublichen Mannschaftsleistung“. Trainer Merlin Polzin schloss sich ihm an: „Wir haben uns extrem viel vorgenommen, wollten sofort das Stadion und die Energie mitnehmen. Das haben die Jungs toll umgesetzt, viel Zug nach vorn entwickelt.“
In seinem Resümee stellte er allerdings auch fest, dass seine Mannschaft „mit Blick auf die Kontrolle nicht ganz so sattelfest“ gewesen sei. Das Schlusslicht aus Mönchengladbach brachte es nämlich auf einen xGoals-Wert von 2,22, trat auch in der über 40-minütigen Unterzahl mehrfach gefährlich in Erscheinung und befand sich nicht allzu weit entfernt vom neuerlichen Gleichstand.

HSV: Lokonga findet zu alter Stärke
Ein Umstand, mit dem der in Abwesenheit von Nicolai Remberg als Kapitän fungierende Albert Sambi Lokonga sehr haderte: „Wir haben heute natürlich schöne Tore erzielt, aber ich ärgere mich vor allem auch über viele Ballverluste in der zweiten Hälfte, womit wir dem Gegner die Möglichkeiten gegeben haben, wieder ins Spiel zurückzukommen.“
Die teils haarsträubenden Fehler im Spielaufbau wurden an anderer Stelle bereits bestraft und sollten sich nach der Länderspielpause nicht wiederholen, stehen mit dem Nordderby in Bremen und dem Heimspiel gegen den FC Bayern doch zwei besonders brisante Begegnungen. Doch auch generell müsse es „unser Anspruch sein, um das nächste Level zu erreichen“, betonte Lokonga.
Nur die Raute – Alle News rund um den HSV
Der Belgier selbst lieferte nach holprigem Saisonstart seinen bislang stärkste Auftritt ab, bewegte sich dabei auf dem hohen Niveau der vorherigen Spielzeit. „Ich fühle mich mittlerweile immer besser, es liegt an mir, diese Leistungen immer wieder abzurufen“, so Lokonga, der den Volkspark bei allem geäußerten Tadel angesichts des dritten Heimsiegs in Folge dennoch gut gelaunt verließ.

