Der HSV wurde in den vergangenen Wochen von erheblichen Verletzungsproblemen geplagt. Besonders schwer wog dabei der Ausfall von Kapitän Nicolai Remberg.
Als logischer Kandidat für dessen Position vor der Abwehr drängte sich Neuzugang Kofi Amoako auf. Unter allen HSV-Profis kommt das Profil des 21-Jährigen dem von Remberg am nächsten. Merlin Polzin entschied sich jedoch gegen den Youngster, der vorerst in der zweiten Reihe blieb. Sowohl gegen die TSG Hoffenheim (3:2) als auch gegen den VfB Stuttgart (1:0) kam Amoako lediglich zu Kurzeinsätzen – obwohl gegen die Schwaben zusätzlich auch Sambi Lokonga passen musste.
Sollte der Belgier zeitnah in die Startelf zurückkehren, dürfte sich Amoakos Perspektive mit Blick auf die anstehenden Aufgaben gegen den SC Paderborn (24. Oktober) und Eintracht Frankfurt (27. Oktober) kaum verbessern. Einem aktuellen Bericht der Mopo zufolge liegt das unter anderem an seinen Trainingsleistungen. Demnach soll der deutsche U20-Nationalspieler in den Einheiten noch zu selten das Niveau zeigen, das für einen Platz in der Anfangsformation erforderlich ist.

Auch Stange ist beim HSV nur Herausforderer
Zumindest ähnlich ergeht es Fan-Liebling Otto Stange. Der 19-Jährige ist derzeit so etwas wie der hanseatische Edeljoker und stand bei keinem seiner sechs Saisoneinsätze in der Startelf. Daran änderten weder die Verletzung von Patson Daka noch die Knieprobleme von Terem Moffi etwas. Der Fakt, dass Yussuf Poulsen nur selten für die vollen 90 Minuten infrage kommt, ebenso wenig.
Dass Stange trotz dieser personellen Engpässe bislang nicht häufiger zum Zug kommt, mag überraschen, ist allerdings kein Grund zur Sorge. Noch vor wenigen Monaten hätte der Angreifer in der A-Jugend auflaufen können. Für einen Spieler seines jungen Alters kann er sich also definitiv nicht über zu wenige Chancen in der Bundesliga beklagen. Auch in dieser Saison bringt es der Teenager im Schnitt auf immerhin 25 Minuten pro Partie. „Otto ist jemand, der immer frischen Wind reinbringt“, erklärte Polzin kürzlich.
Für längere Einsätze oder gar einen regelmäßigen Platz in der Startelf reicht es momentan aber nicht. Das gilt für Stange und Amoako gleichermaßen.

