Martin Adeline steht seit fast drei Monaten beim HSV unter Vertrag, befindet sich aber noch ein ganzes Stück von seiner Bestform entfernt.
Dabei gehörte er in immerhin drei Pflichtspielen der Startelf an. Bei der 0:5-Klatsche gegen Mainz musste der Offensivakteur jedoch bereits zur Pause weichen. Anschließend kam er in Leipzig gar nicht zum Zug, ehe beim befreienden 2:1-Erfolg über Köln ein Kurzeinsatz folgte. Einen Scorerpunkt verbuchte Adeline bislang nicht. Ohnehin trat er trotz großem Engagements rund um den gegnerischen Strafraum kaum nennenswert in Erscheinung.
„Er kommt aus der 2. Liga Frankreichs und misst sich dann auf einmal mit Borussia Dortmund im ausverkauften Signal Iduna Park. Dann ist es klar, dass sich der Anspruch durch das höhere Level ein bisschen herunterschrauben muss“, stellte sich Trainer Merlin Polzin schützend vor den Neuzugang, für den der HSV rund vier Millionen Euro an Ablöse nach Troyes überwies (via Mopo).
Polzin: Das zeichnet Adeline aus
Im Testspiel gegen Kopenhagen (2:0) ließ Polzin Adeline über die gesamte Spielzeit ran. Der Ertrag hielt sich aber erneut in Grenzen. Dennoch blickt der Trainer weiter sehr positiv gestimmt auf den 22-Jährigen: „Martin bringt sehr viele Dinge mit, die für uns als HSV in Zukunft wichtig sein werden. Er hat außerhalb des Platzes eine Mentalität, Verantwortung zu übernehmen, sich verbessern zu wollen und alles, was man hat, zu investieren, um erfolgreich zu sein.“
Polzin schätzt die Umtriebigkeit des Rechtsfußes, der in der Vorsaison starke 21 Scorerpunkte zum Aufstieg seines ehemaligen Arbeitgebers beisteuerte. Adeline bringe Attribute wie eine hohe Laufbereitschaft sowie Freilaufverhalten und habe „immer wieder den Zug nach vorn“, so Polzin und betonte: „Das ist etwas, was mich sehr an Martin begeistert. Ich bin froh, dass er bei uns ist.“
Nur die Raute – Alle News rund um den HSV
Daher ist es für ihn auch nur eine Frage der Zeit, bis Adeline der Durchbruch gelingt: „Man sieht auf jeden Fall eine Entwicklung. Wenn man diesen Ehrgeiz und diesen Fleiß hat wie er, wird es sich auf lange Sicht auszahlen.“ Angesichts der Ausfälle von Albert Grønbaek und Patson Daka könnte er schon am Samstag in Hoffenheim eine gewichtige Rolle spielen.

