Louis Lemke hat beim 1:0-Sieg des HSV gegen den VfB Stuttgart wichtige Erfahrungen gesammelt. Einer seiner Schneidezähne musste allerdings dran glauben.
In der 13. Minute setzte Lemke an der Seitenlinie zur Grätsche an. El Khannouss sprang über die Beine des HSV-Youngsters, traf ihn dabei aber unglücklich mit den Stollen im Gesicht. Es floss Blut, Lemke musste behandelt werden. Die Folge: Die Hälfte seines rechten oberen Schneidezahns war abgebrochen. „Ich habe direkt einen Termin beim Zahnarzt. Aber ich habe keine Schmerzen“, erklärte der kürzlich 17 Jahre alt gewordene Linksverteidiger nach dem Abpfiff.
Lange ließ er sich davon aber nicht die Laune verderben. Bereits am Sonntag postete er auf Instagram ein Vorher-Nachher-Foto – einmal mit Zahnlücke, einmal mit repariertem Gebiss. Dazu schrieb er: „Ein Zahn halb weg, drei Punkte im Gepäck.“ Und ergänzte: „Der Zahn wurde schon wieder fresh gemacht.“
HSV-Gegner El Khannouss bietet Hilfe an
Auch El Khannouss meldete sich unter dem Beitrag zu Wort. „Sorry, mein Freund“, schrieb der 22-Jährige. Lemke nahm die Entschuldigung gelassen: „Keine Sorge, Kumpel. Der Zahn ist zurück.“ Daraufhin bot der Stuttgarter an: „Schick die Rechnung.“

Sowohl körperlich als auch sportlich ist bei Lemke also alles in bester Ordnung. Der Teenager stand zum zweiten Mal in Folge in der Startelf und steigerte sich nach anfänglichen Problemen gegen die offensivstarken Schwaben merklich. Er gewann 60 Prozent seiner Zweikämpfe und klärte viermal in teils höchster Bedrängnis. Nach 78 Minuten war sein Arbeitstag beendet.
Dass der HSV durch Miro Muheims späten Treffer sogar gewinnen konnte, dürfte den schmerzhaften Zwischenfall zusätzlich erträglicher gemacht haben. Lemke brachte es selbst am Besten auf den Punkt: „Ein Zahn halb weg, drei Punkte im Gepäck.“

