Der HSV steht wirtschaftlich so gut da wie lange nicht. Damit gehen auch neue Möglichkeiten auf dem Transfermarkt einher.
Die am Donnerstag veröffentlichten Geschäftszahlen für die Saison 2025/26 zeigen einen deutlichen Wachstumsschub. Der Umsatz kletterte auf 182,1 Millionen Euro – ein neuer Rekord in der Vereinsgeschichte und ein Plus von 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch beim Jahresüberschuss legten die Hamburger zu: Nach 4,4 Millionen Euro im Vorjahr erwirtschaftete der HSV diesmal 8,1 Millionen Euro Gewinn.
Besonders bemerkenswert: Das Wachstum verteilt sich auf mehrere Bereiche. Im Spielbetrieb nahm der Verein 56,3 Millionen Euro ein, Partnerschaften brachten 31,4 Millionen Euro und das Merchandising 25,3 Millionen Euro. Das sind jeweils Bestwerte. Gleichzeitig verbesserte sich die finanzielle Basis deutlich. Das Eigenkapital stieg auf 87,5 Millionen Euro, die liquiden Mittel auf 50,5 Millionen Euro. Die Finanzverbindlichkeiten liegen dagegen nur noch bei 16,8 Millionen Euro.

HSV vor weiteren Top-Transfers?
Diese Entwicklung schafft Spielraum für den Sport. Schon im Sommer bewies der HSV seine neue Transferkraft und investierte rund 31 Millionen Euro in zehn Neuzugänge. Für Fabio Vieira flossen neun Millionen Euro, Zakaria El Ouahdi kostete acht Millionen. So viel Geld hatte der HSV zuletzt vor zehn Jahren für neue Spieler ausgegeben.
Finanzvorstand Eric Huwer betonte daher zuletzt immer wieder, der HSV sei „jederzeit handlungsfähig“. Ob davon bereits im Winter Gebrauch gemacht wird, hängt allerdings von der sportlichen Entwicklung und der Personallage ab.
Das Hamburger Abendblatt berichtet jedenfalls, dass die Hanseaten in Zukunft auch weiterhin Transfers in der Größenordnung von Vieira oder El Ouahdi tätigen wollen. Voraussichtlich passiert das jedoch eher im kommenden Sommer. Trotzdem hätte der Verein in jedem Fall die Möglichkeit, im Winter auf eine eventuelle Schieflage zu reagieren.

