Die Rückkehr von Mario Vuskovic ins Mannschaftstraining hat am Dienstag zahlreiche Weggefährten in den Volkspark gelockt. Einer von ihnen war Jonas Meffert.
Gemeinsam mit seinem heutigen Holstein-Kiel-Trainer Tim Walter, Ex-Kapitän Sebastian Schonlau und dem früheren HSV-Co-Trainer Filip Tapalovic verfolgte Meffert das viel beachtete Trainingscomeback des 24-Jährigen. Rund 7.500 Zuschauer waren dabei, als Vuskovic nach 1.404 Tagen erstmals wieder mit der Mannschaft auf dem Platz stand.
Auch für Meffert dürfte der Nachmittag ein ganz besonderer Moment gewesen sein. Schließlich verbindet den Mittelfeldspieler und den Innenverteidiger längst mehr als nur die gemeinsame Zeit beim HSV. Auch während der vierjährigen Dopingsperre hielten beide regelmäßig Kontakt. „Wir haben uns gegenseitig immer wieder gemeldet“, berichtete Meffert dem Hamburger Abendblatt. Wenn Vuskovic in der Hansestadt gewesen sei, habe man sich häufig gemeinsam mit Robert Glatzel und Miro Muheim getroffen.
Gibt Vuskovic sein HSV-Comeback im Nordderby?
Der heutige Kieler war zudem Zeuge vieler prägender Momente in Vuskovics Leidensgeschichte – von der Durchsuchung seines Spinds über die CAS-Entscheidung bis hin zur gemeinsamen Aufstiegsfeier im Mai 2025. Entsprechend beeindruckt zeigt sich Meffert vom Umgang seines Freundes mit der schwierigen Situation. „Gefühlt ist er durch diese Ereignisse noch professioneller geworden“, sagte er. Es gebe wohl niemanden, „der sich so akribisch auf sein Comeback vorbereitet hat“.

Meffert traut seinem ehemaligen Mitspieler daher viel zu. „Niemand wird vier Jahre ausfallen und dann stärker zurückkommen als Mario“, erklärte er. Gleichzeitig ist er überzeugt: „Besser, als er es hinkriegt, wird es nicht gehen.“ Deshalb glaubt der 32-Jährige fest daran, dass Vuskovic „eine wichtige Hilfe für den HSV werden“ und das „schneller, als alle denken“.
Gerecht werden kann der Kroate diesen Vorschusslorbeeren aber erst ab dem 15. November. Dann endet seine vierjährige Dopingsperre auch für den Pflichtspielbetrieb. Seinen ersten Einsatz könnte er ausgerechnet im Nordderby gegen Werder Bremen (22. November, 17.30 Uhr) feiern.

