Am Freitagvormittag gab der HSV den Abgang von Jean-Luc Dompé bekannt. Wenige Stunden später wendete sich der Flügelspieler nochmals an die Fans.
„Diese vier Jahre werden mir für immer in Erinnerung bleiben“, hieß es zu Beginn seines Statement. Der aus dem belgischen Zulte-Waregem verpflichtete Dompé verbrachte bei keinem anderen seiner bisherigen Vereine eine solch lange Zeit. Zugleich erlebte er in Hamburg ein ständiges Auf und Ab: Vom dramatisch verpassten Aufstieg in Sandhausen über die Abgabe der Rolle als erste Kraft der Stadt bis hin zur lang ersehnten Bundesliga-Rückkehr und dem letztlich souveränen Klassenerhalt.
„Ich habe intensive Momente, Emotionen, Siege und Schwierigkeiten erlebt, aber vor allem hatte ich das Glück, eure Leidenschaft und eure Unterstützung in jedem Augenblick zu spüren“, fasste Dompé, der vor allem im Aufstiegsjahr eine herausragende Figur abgab und gleich 23 Scorerpunkte beisteuerte, zusammen Anschließend baute er ab, fand nicht zur Form aus der 2. Bundesliga und wurde letztlich auch aufgrund mehrerer außersportlicher Verfehlungen – unter anderem einer Trunkenheitsfahrt – aus dem Mannschaftstraining genommen.

HSV: Dompé sammelte über 50 Scorerpunkte
Nach wochenlanger Vereinssuche fand der 31-Jährige in dem türkischen Erstligisten Kayserispor einen neuen Arbeitgeber. Trotz des unschönen Endes blickte er sehr positiv gestimmt auf sein HSV-Engagement zurück: „Dieses Trikot zu tragen und vor euch im Volksparkstadion zu spielen, war für mich eine große Ehre. Danke für eure Anfeuerungen, eure Energie und eure Treue – sowohl in guten als auch in schwierigen Zeiten.“
Hamburg verlasse Dompé „mit vielen Erinnerungen, großem Respekt und tiefer Dankbarkeit“. Der HSV und seine Fans würden zudem „immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen“.
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Von Vereinsseiten gab es zwar nur eine knapp gehaltene Mitteilung, in der Sportdirektor Claus Costa aber nochmal den Stellenwert des Rechtsfußes hervorhob: „Jean-Luc war ohne Zweifel ein wichtiger Spieler für uns in der 2. Bundesliga und hatte vor allem einen wichtigen Anteil daran, dass wir im vergangenen Sommer in die Bundesliga aufgestiegen sind.“ Insgesamt absolvierte Dompé 113 Pflichtspiele, in denen ihm 18 Tore und 33 Vorlagen gelangen.

