Der HSV hat die erste Runde im DFB-Pokal souverän gemeistert und sich mit 3:0 beim SC Verl durchgesetzt. Louis Lemke begeisterte die Fans dabei ganz besonders.
Der erst 16 Jahre alte Linksverteidiger krönte seinen nächsten starken Auftritt mit dem Treffer zum 3:0-Endstand und schrieb damit Vereinsgeschichte. Mit 16 Jahren und 320 Tagen ist Lemke nun der jüngste Pflichtspiel-Torschütze der HSV-Geschichte. Selbst Vereinsikone Uwe Seeler war bei seinem ersten Pflichtspieltor älter.
Die rapide Entwicklung des Eigengewächses kommt dabei keineswegs überraschend. Bereits im Laufe des Sommers sorgte Lemke in nahezu allen Testspielen für Aufsehen. Jetzt bestätigte er seine Leistungen auch auf der Pflichtspielbühne.
Entsprechend groß fällt das Lob aus dem Team aus. Torhüter Sander Tangvik (via Bild) schwärmt: „Louis hat schon in den Vorbereitungsspielen großartig agiert. Er hat einen Riesen-Schritt gemacht.“ Besonders bemerkenswert sei dabei die Entwicklung des Youngsters in den vergangenen Wochen gewesen. Für Tangvik steht fest: „Louis ist einfach großartig. Wir lieben ihn alle.“
HSV-Mitspieler schwärmen von Lemke
Auch Neuzugang Sebastiaan Bornauw zeigte sich nach seinem HSV-Debüt beeindruckt. Lemke fordere den Ball, habe „keine Angst“ und spiele „sehr reif für sein Alter“. Gerade diese Selbstverständlichkeit fällt auf: Der Teenager versteckt sich nicht, sondern übernimmt Verantwortung.
Trotz aller Euphorie mahnen seine Mitspieler zur Geduld. Albert Grønbaek, der in Verl doppelt traf, sieht bei Lemke „großes Potenzial“, betont aber auch, dass er „bescheiden bleiben“ müsse. Eine Einschätzung, die Trainer Merlin Polzin teilt.
Der HSV-Coach hebt vor allem die Einstellung des Talents hervor. Lemke sei „nicht nur ein Talent“, sondern ein Spieler, „der viel arbeiten möchte“ und „sehr offen für Infos“ sei. Gleichzeitig machte Polzin deutlich, welche Aufgabe nun auf den Verein zukommt: „Unsere Aufgabe im Verein ist es, Talente wie ihn zu schützen.“

