Yussuf Poulsen ist zurück. Im HSV-Trainingslager in Österreich absolvierte der dänische Routinier auch den zweiten Testspieleinsatz des Sommers und erhöhte sein Pensum leicht.
Nach 33 Minuten gegen Rapid Wien (2:3) stand der Angreifer beim 3:1-Erfolg gegen den 1. FC Heidenheim 34 Minuten auf dem Platz. Viel wichtiger als die genaue Einsatzzeit ist für die HSV-Verantwortlichen jedoch etwas anderes: Poulsen soll endlich dauerhaft gesund bleiben. Dafür verfolgen die Rothosen einen klaren Plan. Nachdem der 32-Jährige in seiner ersten HSV-Saison immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden war, wollen Trainerteam und medizinische Abteilung diesmal kein Risiko eingehen.
„Es war eine sehr gute Woche. Yussi wollte mehr, auf jeden Fall“, erklärte Cheftrainer Merlin Polzin nach dem Heidenheim-Test. Gleichzeitig stellte er Jährige aber klar, wer bei der Belastungssteuerung das letzte Wort hat: „Wir haben ein gutes Agreement getroffen, dass wir entscheiden – und nicht er.“
Eine wichtige Kurskorrektur. In der vergangenen Spielzeit wurde Poulsen von insgesamt fünf Verletzungen, überwiegend muskulären Problemen, ausgebremst. Am Ende standen lediglich 15 Bundesliga-Einsätze und nur eine Startelf-Nominierung zu Buche.

HSV: Poulsen will tun, „was man mir sagt“
Offenbar spielte dabei auch Poulsens Ehrgeiz eine Rolle. Immer wieder wollte der frühere Leipzig-Profi nach Blessuren möglichst schnell wieder eingreifen. Nun akzeptiert er die neue Herangehensweise. Bereits nach dem ersten Testspiel hatte er betont: „Ich setze genau das um, was die Mediziner und Physios mir sagen.“ Mit einem Schmunzeln ergänzte er: „Dieses Jahr darf ich nichts sagen. Ich tue einfach, was man mir sagt.“
Polzin zeigt sich mit den bisherigen Fortschritten entsprechend zufrieden. „Yussi hat keinen Tag freigehabt, sondern die Woche durchtrainiert und sein Pensum erreicht“, berichtete der HSV-Coach. Zwar werde die Belastung weiterhin individuell gesteuert, doch entscheidend sei vor allem eines: Es gab bislang keinen neuen Rückschlag. „Wir sind auf einem guten Weg, es hinzubekommen. Aber wir schauen von Woche zu Woche“, sagte Polzin. Die nächsten Belastungsschritte dürften bereits am Samstag (1. August) gegen den FC Everton folgen.

