Martin Adeline ist erst seit wenigen Tagen beim HSV. Doch der neue Offensivspieler hat bereits einen klaren Eindruck davon vermittelt, welche Art von Fußballer er sein möchte.
Dabei nennt der 22-Jährige einen prominenten Namen als Orientierung. „Ich will wie Thomas Müller sein, was mein Profil angeht“, erklärte Adeline bei seiner Vorstellung in Hamburg (via Hamburger Abendblatt). Der Franzose bezog sich dabei nicht auf die Position oder Spielweise des Weltmeisters von 2014, sondern vor allem auf dessen Mentalität. Entscheidend seien für ihn Entschlossenheit und Zielstrebigkeit. „Wenn wir ein Tor machen, werde ich sehr emotional und kann mich manchmal gar nicht mehr kontrollieren, so wie Thomas Müller“, sagte der HSV-Neuzugang.
Grund zum Jubeln besaß Adeline zuletzt reihenweise. Der Spielmacher wechselte vom französischen Erstliga-Aufsteiger ES Troyes AC in die Hansestadt und unterschrieb dort einen Vertrag bis 2030. In der vergangenen Spielzeit war der Youngster einer der auffälligsten Akteure der Ligue 2, erzielte in 36 Pflichtspielen zehn Tore und bereitete elf weitere Treffer vor.

Für den HSV war der Transfer darüber hinaus aber auch finanziell attraktiv. Die Rothosen sollen inklusive möglicher Bonuszahlungen rund vier Millionen Euro für Adeline zahlen. Da dessen Marktwert sich innerhalb eines Jahres von 700.000 Euro auf rund zehn Millionen Euro vervielfacht hatte, darf man getrost von einem absoluten Schnäppchen sprechen. Aufgrund seines auslaufenden Arbeitspapiers in Troyes konnte der HSV die Ablöse deutlich unterhalb des eigentlichen Marktwerts halten.
HSV-Neuling idolisiert Mbappé und Messi
Neben Thomas Müller verfügt der Neuzugang übrigens über weitere prominente Vorbilder. „Was die Persönlichkeit anbelangt, schaue ich mir viel von meinem Landsmann Kylian Mbappé ab“, erklärte er. Sein fußballerisches Idol sei hingegen der achtmalige Ballon d’Or-Sieger Lionel Messi.
In solche Sphären wird Adeline im Volkspark sehr wahrscheinlich nicht vorstoßen können. Dass er sich dennoch für einen Wechsel zum HSV entschied, lag laut eigener Aussage aber auch am sportlichen Konzept von Trainer Merlin Polzin. Besonders beeindruckt zeigte er sich zudem von der Atmosphäre im Volksparkstadion. „Es ist wie in Marseille“, sagte der Offensivmann. „Davon träumt man als Fußballspieler.“

