Auf HSV-Sportdirektor Claus Costa wartet jede Menge Arbeit, was die Neubesetzung des Kaders angeht. Erneut muss der Klub einen Spieler ohne Ablöse ziehen lassen.
Nach dem Abschied von Ransford Königsdörffer steht nun auch William Mikelbrencis vor dem Abgang. Wie die Bild berichtet, konnten sich die Rothosen auch mit dem Franzosen nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. Obwohl der HSV dem 22-Jährigen mehrere Angebote vorlegte und zuletzt sogar nachbesserte, blieb eine Einigung aus. Damit deutet alles darauf hin, dass Mikelbrencis den Verein mit dem Auslauf seines Arbeitspapiers ablösefrei verlassen wird.
Der Rechtsverteidiger gehörte in der vergangenen Saison zum erweiterten Kreis der Startelf uns durfte über große Teile der Rückrunde von Beginn an ran. Restlos überzeugen konnte Mikelbrencis allerdings nicht. Starke Offensiv-Ansätze wechselten sich immer wieder mit teils haarsträubenden Nachlässigkeiten in der Defensive ab. Wohl auch deshalb dürfte der HSV im Vertragspoker eine klare Schmerzgrenze gehabt haben.

HSV sucht neuen Stamm-Rechtsverteidiger!
Und trotzdem: Mit Mikelbrencis verlieren die Hanseaten bereits den zweiten Spieler, mit dem man eigentlich verlängern wollte. Schon Stürmer Ransford Königsdörffer, dessen Verbleib eine noch deutlich höhere Priorität besaß, schlug sämtliche HSV-Offerten auf und wechselte zum Bundesliga-Konkurrenten nach Mainz. Nun wiederholt sich ein ähnliches Szenario offenbar mit Mikelbrencis.
Klar ist damit auch: Auf der rechten Außenbahn besteht dringender Handlungsbedarf. Denn Leihspieler Giorgi Gocholeishvili verlässt den Verein ebenfalls. Die Verantwortlichen suchen daher nach einer langfristigen Lösung für die Position. Mit Bakery Jatta oder dem flexiblen Nicolas Capaldo gibt es zwar Alternativen, doch ein neuer Stammspieler dürfte auf der Prioritätenliste weit oben stehen.

