Merlin Polzin ist der Mann, der den HSV zurück in die Bundesliga und dort zum insgesamt souveränen Klassenerhalt geführt hat.
Für Sportdirektor Claus Costa ist klar, dass hinter diesem Erfolg weit mehr steckt als nur gute Trainingsarbeit oder taktisches Geschick. Nach dem 3:2-Erfolg über den SC Freiburg (3:2) erklärte auf der anschließenden Feier, was den 35-Jährigen aus seiner Sicht besonders auszeichnet. „Die größte Stärke von Merlin ist, dass er normal ist“, soll er laut Bild gesagt haben.
Der HSV-Coach gilt als nahbar, ehrlich und verbindend. Genau das soll ein entscheidender Faktor dafür gewesen sein, dass der Klub nach turbulenten Jahren wieder Ruhe und Stabilität gefunden hat. Polzin verstehe es, „den Laden zusammenzuhalten und alle mitzunehmen“, schreibt das Boulevardblatt.
Dabei profitiert der Trainer auch von seiner besonderen Verbindung zum HSV. Hamburg ist seine Heimat, den Verein kennt er seit Jahren. Gleichzeitig legt Polzin großen Wert auf den Umgang mit sämtlichen Vereinsmitarbeitern. Besonders eng und vertrauensvoll funktioniert vor allem die Zusammenarbeit innerhalb des Trainerteams. Gemeinsam mit Loic Favé und Richard Krohn bildet Polzin eine Einheit, in der offen diskutiert wird, ohne dass die gegenseitige Wertschätzung verloren geht.

So arbeitet das Trainerteam des HSV
Trotz seiner auf den ersten Blick ruhigen Art scheut Polzin aber keine unbequemen Entscheidungen. Bereits kurz nach seiner Amtsübernahme setzte er mit der Suspendierung von Levin Öztunali und Moritz Heyer ein deutliches Zeichen. Auch nach dem geschafften Aufstieg verzichtete der HSV auf Sentimentalität und leitete einen umfassenden Kaderumbau ein. Spieler wie Jean-Luc Dompé verloren nach Eskapaden sogar im Laufe der Saison ihre sportliche Bedeutung.
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Allen Qualitäten in der Menschenführung zum Trotz arbeitet das Trainerteam darüber hinaus extrem detailversessen. Videoanalysen, Einzelgespräche und Gegnerstudien gehören ebenso zum Alltag wie der enge Austausch mit Costa und Chefscout Sebastian Dirscherl. Entscheidungen rund um Transfers und Kaderplanung werden gemeinsam getroffen. Das wird auch in der kurz bevorstehenden Sommerpause nicht anders sein.

