Das anstehende Heimspiel gegen den SC Freiburg verpasst Robert Glatzel aufgrund einer Wadenzerrung. Womöglich läuft der Angreifer sogar nie wieder als HSV-Spieler im Volksparkstadion auf.
Denn wie die Bild berichtet, tendiere Glatzel trotz seiner wichtigen Rolle in den letzten Wochen auch weiterhin zu einem Abschied im Sommer. Seine Berater sondieren demnach bereits den Markt und schauen sich vor allem im Ausland um. Sobald ein potenzieller neuer Arbeitgeber gefunden ist, könnte Glatzel gemeinsam mit seinem Management auf die HSV-Führung zugehen und seinen Wechselwunsch hinterlegen.
Dass es zu einem solchen Szenario kommen würde, hatte sich in den vergangenen Monaten mehrmals angedeutet. Sportlich nahm der 32-Jährige über weite Teile dieser Saison nur eine geringe Rolle ein. Mitte März verschaffte er seinem Unmut in einem Mopo-Interview lauthals Luft und erklärte unter anderem: „Ich habe noch ein Jahr Vertrag. Klar ist aber auch, dass ich so eine Situation, wie ich sie in den letzten neun Monaten hatte, auf keinen Fall noch mal erleben will.“ Beim anschließenden Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund (2:3) stand Glatzel nicht im Kader.

HSV: Doch keine Glatzel-Kehrtwende?
Doch nach der darauffolgenden Länderspielpause wendete sich seine Situation eigentlich zum Positiven. In vier der letzten fünf Begegnungen berief Merlin Polzin den einstigen Zweitliga-Torschützenkönig in die Startelf. Glatzel dankte es dem Coach und betrieb mit zwei Toren sowie einer Vorlage mächtig Werbung in eigener Sache.
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Trotzdem stehen die Zeichen im Sommer auf Trennung. Der Hintergrund: Auch in der kommenden Saison dürfte der HSV in erster Linie auf Umschaltfußball und dementsprechend schnelle Stürmertypen setzen. Laut Bild wird Sportdirektor Claus Costa auf dem Transfermarkt nach geeigneten Kandidaten für diesen Spielstil fahnden. Sollte Glatzel also tatsächlich einen Abschiedswunsch hegen, würde die Rothosen ihrem verdienten Spieler wohl keine Steine in den Weg legen.

