Satte zwölf Neuzugänge lotste HSV-Sportdirektor im vergangenen Sommer in den Volkspark. Darunter waren einige Volltreffer.
In diese Kategorie fällt ohne jeden Zweifel auch Nicolas Capaldo. Der Argentinier absolvierte bislang 23 Bundesliga-Spiele, verpasste lediglich sechs Partien verletzungsbedingt. Nur einmal blieb er als Teil des Kaders ohne Einsatz.
Auf ungewohnter Position als rechter Part der hanseatischen Dreierkette mauserte sich Capaldo schnell zum Leistungsträger. Der 27-Jährige gehört zu den verlässlichsten Spielern der Rothosen und besticht insbesondere durch seine enorme Intensität. Die 2,1 Millionen Euro, die der HSV im letzten Juli an RB Salzburg überwies, wirken rückwirkend betrachtet also wie ein absolutes Schnäppchen.
Hinzu kommt: In Abwesenheit des häufig verletzten Yussuf Poulsen führte Capaldo den Aufsteiger immer wieder auch als Kapitän aufs Feld. „Das ist eine große Ehre“, erklärte er nun im Sky-Interview. „Ich genieße es sehr, diese Farben zu verteidigen.“ Ganz generell sei seine bisherige HSV-Zeit „eine unglaubliche Reise“ gewesen.

Capaldo mit Ode an die HSV-Fans
Warme Worte hat der Defensiv-Allrounder zudem für die HSV-Fans übrig. „Sie sind unglaublich. Egal ob zu Hause oder auswärts – es ist immer laut, immer voll. Die Unterstützung bis zur letzten Minute ist beeindruckend. Das gibt uns enorm viel Energie“, so Capaldo.
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Von dieser Energie profitiere das Team auch auf dem Rasen. „Die Fans pushen uns in jeder Situation. Deshalb ist es unsere Pflicht, immer alles zu geben“, stellt er klar und berichtet von Vorerfahrungen aus seiner Heimat. „Das habe ich schon in Argentinien gelernt: Wenn du alles gibst, stehen die Fans hinter dir.“
Diese Symbiose aus Mannschaft und Zuschauern dürfte im Saisonendspurt nochmals eine besondere Bedeutung erhalten. Denn nach sechs Spielen ohne Sieg benötigt der HSV dringend weitere Punkte, um im Abstiegskampf nicht auf die Patzer der Konkurrenz angewiesen zu sein. Vielleicht gelingt ja schon am Samstag (15.30 Uhr, Sky) gegen Eintracht Frankfurt der Befreiungsschlag.

