Der HSV kann sich stets auf die Unterstützung seiner Anhänger verlassen. Davon zeigten sich auch neutrale Berichterstatter angetan.
Sky-Kommentator Wolff Fuss berichtete am gestrigen Montagabend in dem Talkformat „Glanzparade“ begeistert: „Heimspiele des Hamburger Sportvereins sind echte Erlebnisse. Es ist von der Stimmung gigantisch.“ Der 49-Jährige arbeitete beim Heimspiel gegen Hoffenheim (1:2) zum zweiten Mal in der laufenden Spielzeit im Volksparkstadion, ist er doch stets für das Bundesliga-Topspiel am Samstag um 18.30 Uhr zuständig.
Zuvor besuchte er das Heimspiel gegen den FC Bayern, in dem sich der HSV nach einem bemerkenswert mutigen Auftritt ein 2:2 verdiente. „Das hat alles geschlagen stimmungstechnisch, was in der Saison sonst im Volkspark passiert ist“, meinte Fuss. Die Atmosphäre am vergangenen Samstag überzeugte ihm ebenfalls auf ganzer Linie, wobei er auch einen Vergleich zur Vergangenheit zog: „Ich kann mich erinnern an Zeiten, da wurde ein Heimspiel gegen Hoffenheim auch mal ausgelassen von Dauerkartenbesitzern.“

HSV: Fuss beeindruckt von Fanreaktion auf Derbyniederlage
Am Samstag war das Volksparkstadion bis auf den letzten Platz besetzt, was zuvor erst bei einem der zehn bisherigen Gastspiele der Kraichgauer gelang. Endgültig ins Schwärmen geriet Fuss jedoch aufgrund eines anderen Umstandes: „Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Die verlieren das Derby. Also, sie verlieren in Bremen und eine Woche später beim Heimspiel gegen Hoffenheim – nicht nur das es ausverkauft ist. […] Das Stadion war voll und so eine Choreo: rot und weiß die Farben der Freien und Hansestadt Hamburg. Brutal… brutal.“
Die enorme Unterstützung konnte die dritte Niederlage in Serie zwar nicht verhindern, zahlte sich aber im bisherigen Saisonverlauf schon regelmäßig aus. 21 seiner 31 Punkte holte der HSV im Volksparkstadion und legte damit den Grundstein, um bislang nicht in die ganz große Abstiegsgefahr zu geraten. Nach nur einem Sieg aus den letzten zehn Spielen beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz aber nur noch fünf Zähler.
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Die Schwäche der Konkurrenz aus St. Pauli und Wolfsburg verhinderte eine noch angespanntere Situation vor den letzten drei Partien. Sie könnte letztlich maßgeblich dazu beitragen, dass der im Endspurt noch auf Frankfurt, Freiburg sowie Leverkusen treffende HSV auf direktem Weg die Klasse hält – und Fuss in der kommenden Spielzeit wieder aus dem Volksparkstadion kommentieren darf.
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