Als Aufsteiger spielt der HSV eine Saison mit wechselhaften Ergebnissen. Und auch ganz persönlich erlebt Robert Glatzel ein überaus turbulentes Jahr.
Noch vor wenigen Wochen galt ein Abschied des Stürmers im Sommer als nahezu unausweichlich. Doch in den vergangenen drei Spielen stand Glatzel gleich zweimal in der Startelf. Hinzu kommt ein knapp 30-minütiger Jokereinsatz in Stuttgart.
Dabei hat der 32-Jährige seine Bedeutung eindrucksvoll unterstrichen. Gegen den FC Augsburg bereitete er den Treffer von Ransford Königsdörffer vor, im Nordderby gegen Werder Bremen folgte der sehenswerte Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1. Auch über sein Tor hinaus überzeugte er als physisch starker Zielspieler. Sogar Werder-Trainer Daniel Thioune erklärte im Anschluss: „Er hat es ausgesprochen gut gemacht. Das Tor von ihm war unglaublich.“
Glatzel selbst zeigte sich nach dem Spiel selbstbewusst. „Ich habe immer betont, dass ich trotz allem an mich glaube. Ich weiß, dass ich der Mannschaft mit meiner Spielart helfen kann“, stellte er klar. Doch wird er das auch über die aktuelle Spielzeit hinaus tun?

Hoffnung auf HSV-Verbleib wächst wieder
Noch vor wenigen Wochen deutete nahezu nichts auf ein solches Szenario hin. Nach einem nicht abgestimmten Frustinterview mit der Mopo und mehreren Spielen auf der Ersatzbank schien alles auf eine baldige Trennung zwischen Spieler und Klub hinauszulaufen. „Dass ich jetzt gar nicht mehr gespielt habe, ist für mich nicht verständlich“, erklärte Glatzel damals. „Eine Situation, wie ich sie in den letzten neun Monaten hatte, will ich auf keinen Fall noch mal erleben.“
Doch die Lage hat sich zumindest temporär gedreht. Der Angreifer zählt in einer verletzungsgeplagten und formschwachen Mannschaft zu den größten Hoffnungsträgern im Abstiegskampf. Auch gegen die TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr) dürfte er in der Startelf stehen.
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Das Hamburger Abendblatt berichtet daher, dass die Zukunftspläne des Routiniers betreffend mittlerweile „wieder alles möglich“ sei. Dazu zählt auch ein Verbleib und die Erfüllung seines bis 2027 laufenden Vertrags. Mehr noch: Die Zeitung bringt darüber hinaus sogar ein Karriereende mit anschließendem Job beim HSV ins Spiel!
Genau so gut ist jedoch weiterhin ein vorzeitiger Abschied denkbar. Nicht umsonst bestätigte Glatzel zuletzt vielsagend: „Es wird wieder ein langer Sommer.“

