Die Derby-Niederlage gegen Werder Bremen kommt den HSV in gleich mehrfacher Hinsicht teuer zu stehen. Neben dem Platzverweis für Philip Otele und dem unrühmlichen Verhalten von Teilen der eigenen Fans muss der Klub nun eine weitere Hiobsbotschaft verkraften.
Denn: Wie der HSV am Dienstagmittag offiziell bekannt gab, habe sich Linksverteidiger Miro Muheim eine Verletzung der vorderen Syndesmose im rechten Sprunggelenk zugezogen. Der 28-Jährige war nach 75 Minuten infolge eines Zweikampfes mit Leonardo Bittencourt zu Boden gegangen und anschließend ausgewechselt worden.
Nach eingehenden MRT-Untersuchungen gehen die Rothosen mittlerweile davon aus, dass die aktuelle Spielzeit für Muheim gelaufen ist. „Für den achtmaligen Nationalspieler der Schweiz bedeutet die Verletzung voraussichtlich das Saisonaus“, lautet die düstere Prognose.
Ob Muheim sogar Gefahr läuft, die Teilnahme an der Weltmeisterschaft zu verpassen, ist aktuell unklar. Das Turnier in den USA, Kanada und Mexico beginnt am 11. Juni und damit in circa sieben Wochen.

HSV im Saisonendspurt ohne Vielspieler Muheim
Ein Comeback in den kommenden vier Wochen scheint jedenfalls ausgeschlossen. Cheftrainer Merlin Polzin muss im Abstiegskampf also ohne seinen Dauerbrenner planen. Muheim stand in dieser Saison 2.410 Minuten und damit mehr jeder andere Feldspieler des HSV auf dem Platz. Insgesamt absolvierte er 28 von 30 möglichen Partien. Nur zweimal fehlte er aufgrund einer Sperre.
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Bitter ist die Diagnose zudem aus einem anderen Grund: In den vergangenen beiden Tagen war man im Umfeld des Volksparks von einer weniger schweren Verletzung ausgegangen, als zunächst befürchtet. Die Hoffnung lautete, dass Muheim allerhöchstens das anstehende Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr) verpassen würde. Doch es kam anders: Der Linksfuß muss die verbleibenden vier Spieltage von der Tribüne aus verfolgen.

