Winter-Neuzugang Albert Grønbaek steht vor dem Nordderby gegen Werder Bremen ganz besonders im Fokus der HSV-Öffentlichkeit.
Nach wochenlangen Verletzungssorgen infolge seiner Verpflichtung kommt der Däne mittlerweile immer besser in Tritt. Im Heimspiel gegen Augsburg feierte Grønbaek vor zwei Wochen sein HSV-Debüt und wusste dabei mit einer gefälligen Joker-Vorstellung zu überzeugen.
Die Belohnung: Gegen Stuttgart stellte ihn Trainer Merlin Polzin erstmals von Beginn an auf! Beim deutlichen 0:4 unterlief dem Spielmacher jedoch ein folgenschwerer Ballverlust am eigenen Strafraum, der zum zwischenzeitlichen 0:2 führte. Zwar bediente ihn Warmed Omari mit einem wahrlich undankbaren Pass, doch zur Wahrheit gehört, dass Grønbaek den Ball zuvor vehement gefordert hatte.
Trotz dieses Patzers stärkt Polzin der Rennes-Leihgabe demonstrativ den Rücken. „Albert verfügt über sehr viel Power im Gegenpressing. Er bringt eine große Intensität auf den Platz, die uns gerade im Saisonendspurt sehr guttun wird“, betonte der HSV-Coach am Donnerstag auf der Pressekonferenz. Auch im Derby gegen Werder dürfte der 24-Jährige eine wichtige Rolle spielen.

HSV will sich von Werder „nicht locken lassen“
Tatsächlich ist Grønbaek für gleich mehrere Positionen eine Option. Neben Nicolai Remberg könnte er als Achter auflaufen und somit als Ersatz für den weiterhin angeschlagenen Sambi Lokonga fungieren. Ebenso denkbar ist eine offensive Mittelfeldrolle hinter der Sturmspitze. Sogar auf dem linken Flügel könnte Grønbaek zum Einsatz kommen, da Jean-Luc Dompé ausfällt.
Diese Vielseitigkeit macht ihn für Polzin besonders wertvoll. Der Trainer setzt bewusst auf taktische Flexibilität, um auf unterschiedliche Spielsituationen reagieren zu können. „Bremen wird sicherlich aggressiver und höher verteidigen, da wollen wir uns nicht locken lassen“, erklärte Polzin mit Blick auf das anstehende Duell gegen den Tabellennachbarn von der Weser.
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Doch konkurrenzlos ist Grønbaek keinesfalls. Für die linke Seite steht auch Philip Otele zur Verfügung, den Polzin ebenfalls lobte: „Seine Qualitäten sind die Eins-gegen-eins-Duelle, die er immer wieder sucht und gewinnt.“
Viel spricht dennoch dafür, dass Grønbaek trotz seines Stuttgart-Patzers erneut in der Startelf stehen wird. Das Vertrauen des Trainers und damit die Chance, im Nordderby die passende Antwort auf seinen Fehler zu liefern, ist ihm sicher.

