Die Sorge um Kevin Keegan ist groß. Öffentlich erklärte die HSV-Ikone, dass er an Krebs im fortgeschrittenen Stadium erkrankt ist.
Bei einem Auftritt vor Publikum in einem Theater in Newcastle sprach der 75-Jährige kürzlich erstmals selbst über seine Diagnose. Demnach wurde die Erkrankung eher zufällig entdeckt. „Ich hatte einen Autounfall und musste deshalb operiert werden“, berichtete Keegan. „Während der Untersuchung für die Operation entdeckten sie, dass ich Krebs habe. Sie sagten, sie hätten einen absoluten Top-Arzt für die Behandlung dessen, was ich habe – Krebs im Stadium IV“, so der frühere Weltklasse-Spieler.
Nach Angaben Keegans schätzt sein behandelnder Arzt die Heilungschancen auf 33 Prozent. Diese Einschätzung habe ihn überrascht. „Ich dachte, es wären 80 oder 90 Prozent“, erklärte der Engländer. Trotz der ernsten Situation zeigt er sich kämpferisch. „Aber im Moment bin ich noch hier“, sagte Keegan vor den Zuhörern.
Bereits im Januar hatte seine Familie öffentlich gemacht, dass bei ihm Krebs diagnostiziert worden sei. Damals war von anhaltenden Bauchbeschwerden die Rede. Weitere Details zur Erkrankung wurden nicht bekannt.

HSV-Legende Hrubesch: „Ich liebe diesen Menschen“
Keegan zählt zu den größten Persönlichkeiten der HSV-Geschichte. Zwischen 1977 und 1980 spielte der Engländer für die Rothosen und führte den Verein 1979 zur deutschen Meisterschaft. In dieser Zeit gewann er zudem zweimal den Ballon d’Or als Europas Fußballer des Jahres. Auch beim FC Liverpool, mit dem er zahlreiche Titel feierte, sowie später bei Newcastle United hinterließ er bleibende Spuren.
Die Nachricht von seiner Erkrankung löste große Anteilnahme aus. Besonders bewegende Worte fand sein ehemaliger HSV-Mitspieler Horst Hrubesch. „Ich liebe diesen Menschen. Er gehört zu meinen Vorbildern“, machte Hrubesch im Januar gegenüber Bild klar und kündigte an, Keegan in England besuchen zu wollen, sobald es dessen Gesundheitszustand erlaube.

