Als ehemaliger Spieler von Werder Bremen und dem HSV ist das Nordderby für Aaron Hunt etwas ganz besonderes.
Der 39-Jährige kennt beide Seiten bestens und erwartet am Samstag (15.30 Uhr, Sky) einen engen Schlagabtausch. „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Aber wenn die Hamburger personell komplett sein sollten, denke ich, dass sie von der Spielweise einen Tick besser sind“, prognostizierte der 39-Jährige im Bild-Interview.
Die jüngste 0:4-Pleite beim VfB Stuttgart bewertet Hunt jedoch kritisch. „Das war wirklich erschreckend. Mit den vier Gegentreffern sind die Hamburger noch gut weggekommen“, erklärte er und sah vor allem strukturelle Probleme im Spielaufbau.
Ein zentraler Faktor bleibt für ihn Luka Vuskovic. „Ohne Vuskovic ist der HSV eine andere Mannschaft. Sie ist deutlich schwächer“, stellte Hunt klar und unterstrich die Bedeutung des jungen Abwehrchefs. Entsprechend groß sei die Hoffnung, dass dieser rechtzeitig fit wird: „Ich kann für die Hamburger nur hoffen, dass er seine Knieprobleme bis zum Derby auskuriert haben wird.“

Hunt mit Extralob für HSV-Coach Polzin
Auch das Trainerduell sorgt für zusätzliche Brisanz. Werders Coach Daniel Thioune trifft auf seinen früheren Assistenten Merlin Polzin. Sowohl beim VfL Osnabrück als auch später im Volkspark arbeiteten beide Übungsleiter zusammen.
Während Hunt bei Thioune eine fehlende nachhaltige Entwicklung sieht, lobt er den HSV-Trainer: „Ich muss schon sagen, dass mich Polzin und die Arbeit seines Trainerteams positiv überrascht haben. Mir gefällt Polzins Herangehensweise bei den Spielen. Der HSV spielt als Aufsteiger eine gute und solide Saison.“
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Trotzdem ist der Klassenerhalt noch längst nicht in trockenen Tüchern. Bei einem Derbyerfolg kann Bremen sogar nach Punkten mit dem HSV gleichziehen. Hunt bringt es daher auf den Punkt: Ein Sieg wäre „der oft besungene Befreiungsschlag“. Sollte dieser ausbleiben, drohe hingegen „das große Zittern im Volkspark“.

