Der BVB war heute der Gegner des Hamburger SV und empfing die Elf von Trainer Merlin Polzin im heimischen Signal Iduna Park. Dort verloren die Hausherren bis dato nur ein Spiel. Es sollte ein denkwürdiger Abend in Dortmund werden.
Dabei gerieten die Rothosen nach durchaus vielversprechenden Anfangsminuten schnell in Bedrängnis. Nach einem kapitalen Fehler von Nicolai Remberg lief Maximilian Beier alleine auf Daniel Heuer Fernandes zu, doch der HSV-Keeper war mit einer überragenden Parade zur Stelle (7.).
HSV effizient in Dortmund
Mit Ausnahme dieser Szene präsentierte sich der Aufsteiger allerdings extrem gefestigt. Mehr noch: Infolge einer beherzten Balleroberung des formstarken William Mikelbrencis ging der HSV sogar in Führung! Der Franzose legte auf den eingelaufenen Philip Otele quer, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob (19.). Kurz darauf vergab Ransford Königsdörffer freistehend vor Gregor Kobel sogar die große Chance auf das 2:0 (24.).
Doch auch der BVB wurde offensiv gefährlich: Einen bereits gepfiffenen Foulelfmeter nahm Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck aufgrund einer Abseitsstellung zurück (28.). Nico Schlotterbeck setzte einen Kopfball auf Vorlage von Julian Ryerson außerdem an die Latte (36.).
Davon profitierte erneut der HSV. Remberg eroberte den Ball am Dortmunder Strafraum gegen Felix Nmecha, ehe der Ball über Fabio Vieira zu Sambi Lokonga gelang. Der Mittelfeldmann verwandelte aus halblinker Position abgezockt zum 2:0 (38.). Nmecha setzte seine unglücklichen Halbzeit anschließend die Krone auf und setzte einen Foulelfmeter am Tor vorbei (45.). Zuvor wurde Beier von Warmed Omari gefoult. Doch die Hanseaten konnten ihren Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine retten.

HSV kann nicht mehr standhalten
Der BVB wechselte zur zweiten Halbzeit, brachte Ramy Bensebaini und Serhou Guirassy in die Partie. Die erste große Chance in der zweiten Halbzeit hatte Nmecha, doch Heuer Fernandes parierte glänzend. Dem BVB war anzumerken, dass er sich viel vorgenommen hatte. Es war präziser und stringenter als in der ersten Halbzeit, was die Schwarzgelben spielten. Nmecha versuchte es aus der Distanz, Guirassy per Kopf, aber beides war nicht gefährlich. Der Druck des BVB war da, die Entlastung wurde weniger, aber die Gäste konnten die Bälle immer noch irgendwie klären.
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Dann wechselte auch der HSV. Fabio Balde und Damion Downs kamen für Fabio Vieira und Philipp Otele, der Tank war bei beiden einfach leer. Nach 71 Minuten bekam der BVB dann erneut einen Elfmeter zugesprochen, diesmal traf Mikelbrencis Beier. Bensebaini blieb cool und schob zum 1:2 ein. Jetzt verlor der HSV den Faden. Nach einem katastrophalen Einwurf von Mikelbrencis macht der BVB Druck und im Gewühl traf entweder Guirassy oder Silva, das war zunächst nicht genau zu erkennen, aus kurzer Distanz zum 2:2.
In der 83. Minute bekam der BVB den dritten Elfmeter zugesprochen, diesmal schoss Bellingham Muheim an den ausgestreckten Arm. Wieder trat Bensebaini an, wieder traf er. Jetzt war es eine Mammutaufgabe für den HSV! Die Rothosen riskierten noch einmal was, warfen viel nach vorne, spielten einige lange Bälle, doch es war eher der BVB, der noch die Chance auf ein weiteres Tor hatte. Am Ende reichte es nicht und die Polzin-Elf verlor mit 2:3.
Borussia Dortmund – Hamburger SV 3:2 (0:2)
BVB: Kobel, Ryerson, Anton, Schlotterbeck, Reggiani (46. Bensebaini), Svensson (58. Silva), Nmecha (90.+6 Brandt), Bellingham, Sabitzer (58. Chukwuemeka), Beier, Adeyemi (46. Guirassy)
HSV: Heuer Fernandes, Mikelbrencis (90.+2 Dompe), Omari (90.+2 Philippe), Vuskovic, Torunarigha, Muheim, Remberg, Lokonga, Vieira (68. Balde), Otele (68. Downs), Königsdörffer (80. Stange)
Tore: 0:1 Otele (19.), 0:2 Lokonga (38.); 1:2 Bensebaini (73., E.); 2:2 Guirassy (79.); 3:2 Bensebaini (84., E.)

