Beim HSV ist die Stimmung nach dem imminent wichtigen 2:1-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg deutlich aufgehellt.
Im Abstiegskampf haben sich die Rothosen ein kleines Polster verschafft. Und bestenfalls soll gegen den nächsten direkten Konkurrenten umgehend nachgelegt werden! Am Samstagabend (18.30 Uhr, Sky) empfängt der HSV den 1. FC Köln im Volksparkstadion. Mit etwas Glück können die Hanseaten dabei früher als erwartet wieder auf Nicolas Capaldo zurückgreifen.
Der Argentinier hatte sich vor rund eineinhalb Wochen beim 1:2 gegen RB Leipzig eine Bauchmuskelverletzung zugezogen und musste anschließend vorzeitig ausgewechselt werden. Seitdem arbeitet der Defensivspieler intensiv an seiner Rückkehr. HSV-Trainer Merlin Polzin hofft inständig, dass es vielleicht doch noch rechtzeitig reicht.
„Bei ihm wird es nach und nach besser“, erklärte Polzin zuletzt. Der Coach macht keinen Hehl daraus, dass er Capaldo gerne im Kader für das Köln-Spiel sehen würde: „Es wird für eine Punktlandung. Das Ziel ist es, das hinzubekommen. Wir werden es versuchen.“

HSV: Polzin bei Capaldo „mehr Träumer als Realist“
Allerdings wird die Zeit dafür extrem knapp. Zu Wochenbeginn konnte Capaldo noch nicht wieder mit der Mannschaft trainieren, stattdessen arbeitete er laut Bild individuell im Stadion an seinem Comeback. Damit eine Nominierung realistisch wird, müsste er wohl zumindest die letzten beiden Trainingseinheiten vor dem Spiel absolvieren.
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Polzin gilt eigentlich als Übungsleiter, der bei der Rückkehr von Verletzten vorsichtig agiert. Doch im Fall von Capaldo könnte es eine Ausnahme geben. „Als Trainer bist du mehr Träumer als Realist“, gab der 35-Jährige offen zu und betonte gleichzeitig die Bedeutung seines Schützlings: „Er ist ein ganz wichtiger Spieler.“
Tatsächlich hat sich der Sommer-Neuzugang in kurzer Zeit zu einer festen Größe entwickelt. Ursprünglich als Ersatz für den nach Brügge abgewanderten Achter Ludovit Reis eingeplant, rückte Capaldo nach der schweren Verletzung von Warmed Omari auf die rechte Position der Dreierkette. Dort überzeugte er seitdem mit fast durchweg starken Leistungen.

