Der HSV unterlag beim SC Freiburg und haderte vor allem mit der Entstehung des Siegtreffers.
Bevor der gebürtige Hamburger Igor Matanovic den Ball aus kurzer Distanz über die Linie beförderte, traf der Freiburger Johan Manzambi seinen Gegenspieler Jordan Torunarigha im Luftduell doch deutlich mit dem Ellenbogen im Gesicht. Schiedsrichter Timo Gerach zeigte sofort zur Mitte und auch Video-Assistent Arne Aarnink hatte keinen Einwand. Das Tor zählte und besiegelte die fünfte HSV-Auswärtspleite am Stück.
Auch nach Spielende stand der Unparteiische im DAZN-Interview zur Entscheidung seines Teams: „Ich nehme wahr, dass der Stürmer die bessere Position zum Ball hat und auch zum Ball geht. Der Abwehrspieler kommt von hinten. Es gibt irgendwo einen Kontakt, aber für mich ist und war das alles fußballtypisch. Ich sehe jetzt nicht das typische ‚Ich gehe hoch und schaue nach dem Gegenspieler und habe irgendwie eine Schlagbewegung‘.“
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Polzin kritisiert Gerach scharf
Seine Wahrnehmung auf dem Spielfeld sah Gerach in den TV-Bildern bestätigt: „Deswegen ging es für mich weiter.“ Eine sehr eigenwillige Interpretation der Szene, denn bei Manzambi lässt sich sehr wohl eine Ausholbewegung mit dem Ellenbogen erkennen. Dementsprechend großer Ärger herrschte beim HSV. Trainer Merlin Polzin widersprach dem Schiedsrichter deutlich: „Es ist für mich absolut unerklärlich. Das muss an der Stelle – bei allen Glückwünschen, die wir an die Freiburger richten – einfach festgehalten werden. Es ist klar, dass unser Spieler mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen wird. Das ist aus jeder Perspektive zu sehen.“
Auch Mittelfeldmotor Nicolai Remberg äußerte sein Unverständnis: „Das ist unglaublich, das ist Wahnsinn. Wie kann man das nicht pfeifen?“ Eine Erklärung lieferte Gerach bekanntermaßen. Schon zuvor schickte er Daniel Elfadli mit Gelb-Rot zum Duschen. Den aus seinem Foulspiel resultierenden Elfmeter verwandelte Vincenzo Grifo zum 1:1 und leitete damit die Wende zugunsten der Freiburger ein.

