Alexander Røssing-Lelesiit weiß, wie schnell sich im Fußball alles ändern kann. Erst vor einem Jahr verließ der Norweger seine Heimat, heute ist er mit 18 Jahren Bundesligaspieler beim HSV.
Ganz offen spricht Røssing-Lelesiit im Mopo-Interview daher über seine großen Ziele. „Ich war schon immer Liverpool-Fan. Falls irgendwann mal eine Chance bestünde, dort zu spielen, wäre das ein großer Traum“, sagt das Offensivtalent. Doch sofort schiebt er hinterher: „Das ist nur Wunschdenken. So weit schaue ich nicht voraus.“
Vorerst zählt für Røssing-Lelesiit nur der nächste Schritt. Nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel ist er wieder schmerzfrei und bereit für sein Comeack: „Alles ist bestens. Ich spüre keine Schmerzen mehr.“ Die Verletzung habe ihn kaum aus der Bahn geworfen, vor allem im Vergleich zu einer schweren Blessur mit 14, die ihn acht Monate außer Gefecht setzte. „Verglichen damit war die Verletzung jetzt eine Kleinigkeit – zum Glück.“
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Sportlich hat der Youngster beim HSV bereits viel erlebt: Aufstieg, Bundesliga-Debüt, Startelfeinsätze in Liga und Pokal. „Ich stand am ersten Spieltag in der Bundesliga-Startelf, und das mit 18. Hätte man mir das vor einem Jahr gesagt, hätte ich laut losgelacht“, sagt er. Trotzdem betont Røssing-Lelesiit, dass seine Entwicklung längst nicht abgeschlossen ist. „Ich sehe, wie weit ich schon jetzt gekommen bin, kann zugleich aber noch so viel lernen.“
Ein wichtiger Orientierungspunkt ist Teamkollege Jean-Luc Dompé, den er klar als Vorbild sieht. „Seine technischen Fähigkeiten sind verrückt, seine Flanken sind immer on point“, schwärmt Røssing-Lelesiit. Konkurrenzdenken gebe es keines: „Ich schaue zu Jean-Luc auf und er kümmert sich um mich.“
Der Norweger träumt übrigens nicht nur von einem Engagement bei Liverpool, sondern auch von großen Turnieren mit der Nationalmannschaft. „Das Größte wäre natürlich, im Sommer mit Norwegen bei der WM dabei zu sein.“ Bis dahin gelte für ihn jedoch das Prinzip Geduld und ein voller Fokus auf den HSV. Oder wie er selbst sagt: „Ich denke von Tag zu Tag.“

