Den Start ins neue Jahr hatten sich die HSV-Fans sicherlich anders vorgestellt. Rund um ihren Lieblingsverein kursierten zuletzt unerwartet viele Meldungen.
Der überraschende Rücktritt von Sportvorstand Stefan Kuntz sowie der Leihabbruch von Keeper Daniel Peretz sorgten für mehr Schlagzeilen, als der Klubführung lieb gewesen wäre. Dennoch blickt einer der prominentesten Beobachter des deutschen Fußballs optimistisch auf die Lage im Volkspark: Lothar Matthäus traut dem HSV den Klassenerhalt zu!
In seiner Kolumne bei Sky ordnet der deutsche Rekordnationalspieler die Situation der Hamburger ein und kommt zu einem klaren Urteil. „Der Abgang von Stefan Kuntz und der bevorstehende Leihabbruch mit Daniel Peretz – beim HSV war zuletzt einiges los. Die Mannschaft scheint aber gefestigt und sollte sich sportlich nicht vom Kuntz-Abgang negativ beeinflussen lassen“, schreibt Matthäus. Für ihn überwiegen die positiven sportlichen Aspekte, trotz der Nebengeräusche abseits des Platzes.
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Matthäus glaubt an „rechtzeitigen“ Klassenerhalt
Der 64-Jährige verweist dabei insbesondere auf die Leistungen der Hinrunde. „Sie sollten die Erfolge und die spielerische Qualität, die sie teilweise in der Vorrunde gezeigt haben, mit großem Selbstvertrauen in die kommenden 19 Spiele nehmen. Dann sollte der HSV eigentlich in der Lage sein, die Klasse rechtzeitig zu sichern“, so Matthäus weiter. Aktuell steht der HSV auf Rang 13 und hat vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Besonders angetan zeigt sich Matthäus von Cheftrainer Merlin Polzin. „Er hat für mich einen ganz großen Bonus. Was er in seinen jungen Jahren aus dem HSV gemacht hat, ist aller Ehre wert. Polzin hat die Hamburger nicht nur in die Bundesliga zurückgebracht und etabliert, sondern auch ein positives Auftreten nach draußen. Von meiner Seite würde keiner besser zum HSV passen“, stellt der Weltmeister von 1990 klar. Polzin passe zum HSV, so Matthäus, „wie die Faust aufs Auge“.

