Der erste Auswärtssieg der Saison ging aus HSV-Sicht auf gleich mehrere Namen zurück. Dazu zählte neben Daniel Heuer Fernandes auch Ransford Königsdörffer.
Beim 2:0-Erfolg in der Voith-Arena zahlte der zuletzt oft glücklose Stürmer das Vertrauen von Trainer Merlin Polzin mit dem wichtigen 1:0-Führungstreffer zurück. Während Königsdörffer selbst nach dem Abpfiff schwieg, übernahmen seine Mitspieler das Wort und machten unmissverständlich klar, wie groß die Anerkennung innerhalb der Mannschaft ist.
Für Königsdörffer war es bereits der zweite emotionale Moment in dieser Saison. Nach massiver Kritik, vor allem in den sozialen Medien, hatte er schon beim späten 1:1 gegen Borussia Dortmund getroffen und mit demonstrativem Schweigejubel reagiert. In Heidenheim fiel die Reaktion gemäßigter aus, die Botschaft aber war eindeutig. Der Angreifer zeigte mit dem Finger auf den Namen auf seinem Trikot.
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Ersatzkapitän Miro Muheim fand nach der Partie klare Worte: „Ich bin extrem glücklich für ihn, dass es heute geklappt hat. Ich bin mir sicher, dass es jetzt auch in den nächsten Spielen noch ein paar weitere Tore von ihm geben wird.“ Der Schweizer ordnete ein: „Es ist klar für den Stürmer. Die wollen und müssen treffen, um ihr Selbstvertrauen zu gewinnen.“
Besonders deutlich wurde Nicolai Remberg. Der Sechser stellte sich demonstrativ vor seinen Mitspieler. Zur teils harten Kritik sagte er: „Ich hätte manchmal gedacht, er hängt ein bisschen durch. Aber überhaupt nicht. Da ziehe ich den Hut vor. Auch in der Kabine, auf dem Platz, im Training.“
Diesen Eindruck bestätigte der starke Schlussmann Daniel Heuer Fernandes. Königsdörffer sei „immer gut in der Tiefe“ und mache das Tor „sehr konsequent, mit dem Linken“. Ob ihn die vergangenen Wochen wirklich belastet hätten? „Da war ich mir nicht sicher“, so der Keeper.

