Am Tag des Heimspiels gegen den FC Bayern München gab der HSV die Verpflichtung von Albert Grønbaek bekannt. Dieser berichtete nun von seinem Einstieg beim neuen Klub.
Das mitreißende 2:2 gegen den deutschen Rekordmeister hinterließ mächtig Eindruck. „Es war verrückt. Ich habe noch nie eine so großartige Atmosphäre in einem Stadion erlebt“, schwärmte Grønbaek nach dem Mannschaftstraining in einer Medienrunde (via Abendblatt). Darüber hinaus zeigte sein neues Team seine beste Saisonleistung und wusste dabei auch fußballerisch zu gefallen.
„Die Spielweise des HSV wird mir mehr liegen. Jeder will hier den Ball haben. Das hat der Trainer mir auch gesagt“, so der Offensivakteur. In der Hinserie war er von Stade Rennes Rennes an CFC Genua verliehen, brachte es aber auf nur sechs Einsätze ohne Scorerpunkt. „Es war keine einfache Zeit“, betonte Grønbaek, dem bislang der Durchbruch in einer europäischen Topliga verwehrt blieb.
Grønbaek: Über den HSV zur WM?
Auf sich aufmerksam machte der 24-Jährige in Norwegen bei Bodø/Glimt, das erst jüngst in der Champions League gegen Manchester City und Atlético auftrumpfte. Daraufhin investierte Stade Rennes im Sommer 2024 rund 15 Millionen Euro Ablöse in seine Dienste. Erst durch die ersten Dellen in seiner Laufbahn wurde ein Engagement in Hamburg realistisch – auch wenn Grønbaek berichtete: „Der HSV ist in Dänemark ein riesiger Verein. Als mein Berater mir sagte, dass der HSV Interesse hat, habe ich nur gesagt: Mach es! Ich bin froh, dass es geklappt hat.“
Vor dem Wechsel nahm er Kontakt zu Yussuf Poulsen auf, den bereits aus Zusammenkünften mit dem Nationalteam kennt: „Yussi war auch einer der Spieler, der mir am meisten geholfen hat, als ich zur dänischen Nationalmannschaft gekommen bin. Er passt gut auf mich auf. Er hat nur positiv vom HSV gesprochen, seine Meinung war mir wichtig.“ Zuletzt war Grønbaek jedoch aufgrund der mangelnden Spielpraxis im Verein außen vor.
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Dementsprechend erhofft sich, beim HSV zu alter Stärke zu finden, um auch beim noch nicht für die WM qualifizierten Dänemark wieder eine Rolle spielen. Am Samstag könnte der Rechtsfuß beim Auswärtsspiel in Heidenheim sein Debüt feiern: „Ich fühle mich gut und bin bereit.“ Zunächst dürfte Grønbaek als Einwechselspieler fungieren, besitzt aber aus seine Sicht den Vorteil der Vielseitigkeit: „Ich fühle mich auf der Acht oder der Zehn am wohlsten, aber ich kann auch auf dem Flügel spielen.“ Fans können daher nicht nur gespannt auf den ersten Auftritt, sondern auch auf die von Trainer Merlin Polzin auserkorene Position blicken.
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