Der Deadline Day ist offiziell Geschichte. Und entgegen beidseitiger Ambitionen ist Noah Katterbach noch immer Teil des HSV-Kaders.
Dabei deutete lange vieles darauf hin, dass sich die Wege von Klub und Spieler im Winter trennen würden. Der 24-Jährige stand ganz oben auf der Abgabeliste, der Klub wollte den Kader weiter verschlanken und sich von diversen Ladenhütern trennen. Am Ende kam es anders. Katterbach blieb trotz des Wunsches nach einer Veränderung.
Der Grund ist dabei so simpel wie einleuchtend. Die Rothosen hatten am Ende kaum noch Alternativen. Nachdem der geplante Transfer von Linksverteidiger Almugera Kabar aufgrund von Unstimmigkeiten beim Medizincheck platzte, änderte sich die sportliche Bewertung der Situation. Laut Bild durfte Katterbach daraufhin nicht mehr wechseln und ist stattdessen als Absicherung für den weiteren Saisonverlauf eingeplant.
Denn der einstige Abgangskandidat bringt ein Profil mit, das im Kader sonst nur begrenzt vorhanden ist. Seine Stammposition ist die linke Abwehrseite, er kann aber auch rechts oder offensiver eingesetzt werden. Gerade diese Vielseitigkeit hat dem HSV in der 2. Bundesliga schon mehrfach geholfen. Hinzu kommt: Mit Ausnahme von Miro Muheim verfügt der Aufsteiger aktuell über keinen weiteren gelernten Linksverteidiger. William Mikelbrencis zeigte gegen den FC Bayern eine starke Leistung, ist im Normalfall jedoch auf rechts zu Hause. Aus diesem Grund ist Katterbach plötzlich wieder wichtig.
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HSV: Katterbach wieder gefragt!
Gleichzeitig bleibt die Situation sportlich widersprüchlich. In der Bundesliga spielte der Ex-Kölner bislang praktisch keine Rolle. Sein letzter Pflichtspieleinsatz datiert aus dem Dezember 2024, in der laufenden Saison stand er lediglich beim 0:5 in München im Spieltagskader. Zeitweise trainierte er nicht einmal mehr mit der Profimannschaft. Der Hintergrund lag in disziplinarischen Gründen, die eine temporäre Versetzung in die U21 zur Folge hatten.
Eine kleine Hintertür bleibt allerdings geöffnet. Der Transfermarkt ist außerhalb von Deutschland noch nicht vollständig geschlossen. Ein späterer Wechsel ins Ausland wäre theoretisch also möglich. Doch soweit wird es aller Voraussicht nach nicht kommen. Mindestens bis zum Sommer dürfte Katterbach beim HSV bleiben.

