Im Endspurt der Transferperiode muss der HSV einen Rückschlag verdauen. Der bereits weit fortgeschrittene Wechsel von Linksverteidiger Almugera Kabar ist überraschend geplatzt.
Noch am Samstag saß der 19-Jährige beim 2:2 gegen den FC Bayern auf der Tribüne des Volksparkstadions. Am Sonntag sollte der Deal dann finalisiert werden.
Zuvor hatte Kabar seinen Medizincheck im Athleticum absolviert, mehrere Medien vermeldeten die Leihe des BVB-Talents als perfekt. Doch wie das Hamburger Abendblatt und Sky-Journalist Luca Bendoni übereinstimmend vermelden, traten genau bei dieser Untersuchung Probleme zutage. Demnach seien Kniebeschwerden festgestellt worden, die einen sofortigen Einsatz unmöglich machen.
Erst im im Dezember hatte der Youngster eine Bänderdehnung erlitten. Dem HSV war diese Verletzung zwar bekannt, man war jedoch davon ausgegangen, dass der Außenverteidiger wieder voll belastbar ist.
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Wie reagiert der HSV?
Der medizinische Befund zeichnete allerdings ein anderes Bild. Je nach Heilungsverlauf hätte Kabar noch drei bis vier Wochen gebraucht, um ins Mannschaftstraining einzusteigen. Ein Pflichtspieldebüt wäre damit frühestens im März realistisch gewesen. Für die Hamburger, die explizit eine Sofortverstärkung als Backup für Stamm-Linksverteidiger Miro Muheim suchten, kam dieses Szenario nicht infrage. Die Konsequenz war eine Absage an den Spieler.
Sportdirektor Claus Costa bleibt nun nur noch ein Tag, um eine Alternative zu finden. Ob der HSV auf dem Markt noch einmal aktiv wird oder die geplatzte Verpflichtung intern auffängt, ist offen.
Denn der gescheiterte Deal könnte durchaus Auswirkungen auf die Kaderplanung haben. Plötzlich steht der geplante Leihwechsel von Abwehrspieler Aboubaka Soumahoro zum französischen Zweitligisten AS St. Etienne auf der Kippe. Der vielseitig einsetzbare Defensivmann, der auch auf der linken Schiene spielen kann, wird in Hamburg womöglich doch noch gebraucht. Der Kabar-Hammer zwingt den HSV in jedem Fall zu einem Umdenken.

