Der HSV darf sich nach dem 2:2 gegen den FC Bayern nicht nur über einen überraschenden Punktgewinn freuen. Die Leistung der Rothosen sorgte landesweit für Aufsehen.
Im Mittelpunkt der Lobeshymnen steht dabei einmal mehr Luka Vuskovic. Der erst 18 Jahre alte Innenverteidiger mauserte sich gegen den Rekordmeister zum überragenden Akteur und löste bei Lothar Matthäus wahre Begeisterungsstürme aus.
Schon vor der Halbzeitpause kam der Sky-Experte im Live-Kommentar aus dem Staunen kaum heraus. „Schaut ihn mal an! Das Schlitzohr mit 18 Jahren! 18 Jahre! Abgebrüht, wie einer, der schon drei Weltmeisterschaften hinter sich hat und drei Champions-League-Siege“, schwärmte der Rekord-Nationalspieler über das HSV-Juwel.
Nach dem Abpfiff setzte Matthäus seine Huldigungen fort und kürte Vuskovic sogar zum Spieler des Spiels. „Was er heute geleistet hat in der Abwehr, wie clever er spielt. Er macht noch das Tor. Diese Persönlichkeit, die er schon ausstrahlt. Ich glaube, dass da etwas ganz Großes nicht herangewachsen ist, sondern etwas ganz, ganz Großes noch kommen kann“, so Matthäus.
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HSV: Vuskovic von Matthäus-Lob geschmeichelt
Beim Youngster selbst hinterließen diese Worte mächtig Eindruck. Im Post-Match-Interview reagierte Vuskovic emotional: „Natürlich bedeutet mir so ein Lob von ihm sehr viel. Ich weiß gar nicht, was ich sonst noch sagen kann. Ich weiß es wirklich nicht. Es bedeutet mir viel. Das motiviert mich, weiterzumachen.“
Matthäus ging sogar noch weiter und erklärte detailliert, warum ihn der Auftritt des Teenagers so sehr beeindruckte. „Es ist nicht nur die Statistik der Tore, sondern wie er spielt, wie er organisiert, wie er clever zwei Schritte nach vorne macht, damit Kane ins Abseits läuft. Das sieht er alles vorher. Das habe ich mit 30 nicht gesehen, was der mit 18 sieht“, betonte der 64-Jährige und ergänzte: „Er ist hinten einer, der eine Abwehr organisieren und dirigieren kann. Das findest du selten.“
Krönung eines starken Abends war Vuskovics Kopfballtreffer zum 2:2, bei dem er höher stieg als Alphonso Davies und Serge Gnabry. Es war bereits sein vierter Saisontreffer. Das ist geteilter Bestwert im HSV-Kader und ligaweit unter allen Verteidigern unerreicht.

