Der HSV steht kurz vor der Verpflichtung eines spannenden Defensivtalents. Laut übereinstimmenden Medienberichten ist der Deal mit Almugera Kabar fix.
Wie Sky berichtet, werde der Linksverteidiger von Borussia Dortmund am heutigen Samstag in Hamburg eintreffen. Am Sonntag sollen der Medizincheck und die Vertragsunterschrift folgen. Die Konstruktion des Transfers ist dabei ebenso interessant wie vielsagend. Zunächst kommt Kabar bis zum Saisonende auf Leihbasis, im Sommer verfügt der HSV über eine Kaufoption in Höhe von rund fünf Million Euro. Gleichzeitig hat sich der BVB eine Rückkaufklausel gesichert.
Kabar soll sich bei den Rothosen ohne langfristiges Risiko entwickeln und im Idealfall dauerhaft gebunden werden. Gelingt dem U17-Weltmeister der Durchbruch, können die Hamburger ihn fest verpflichten und perspektivisch zu einem sportlichen wie wirtschaftlichen Gewinn machen. Dass sich der Klub im Poker gegen namhafte Konkurrenz wie Brentford, Salzburg oder auch Preußen Münster durchsetzen konnte, unterstreicht die Überzeugung der sportlichen Führung. Vor allem Cheftrainer Merlin Polzin wollte den 19-Jährigen unbedingt.
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HSV: Kabar soll druck auf Muheim ausüben
Dortmund wiederum gibt das Eigengewächs nicht komplett aus der Hand. Die vereinbarte Rückkaufoption zeigt, dass der BVB weiterhin an Kabars Entwicklung glaubt. Sollte der Youngster beim HSV den nächsten Schritt machen, hätte die Borussia die Möglichkeit, ihn zu einem späteren Zeitpunkt zurückzuholen.
Dazu passend bringt Kabar ein spannendes Profil mit. Der 1,86 Meter große Defensivspieler überzeugt insbesondere durch Physis und Kopfballstärke. Beim HSV soll er den Konkurrenzkampf auf der linken Seite beleben und Druck auf Stammspieler Miro Muheim ausüben. Vor allem aber erhofft sich Kabar in der Hansestadt das, was ihm in Dortmund zuletzt fehlte: regelmäßige Spielpraxis auf hohem Niveau.
Trotz des nahenden Vollzugs in dieser Personalie sind die HSV-Planungen auf dem Transfermarkt noch nicht abgeschlossen. Wie Vorstand Eric Huwer im Bild-Interview bestätigte, wolle der Aufsteiger vor dem Ende des Deadline Days einen weiteren Flügelspieler verpflichten.

