Das 113. Stadtderby zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli endete torlos. Für die Rothosen bedeutete das 0:0 am Millerntor mehr Frust als Erfolg. Denn die Chance, den Rivalen auf acht Punkte zu distanzieren, wurde vertan.
HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes berichtete im Sky-Interview von gemischten Gefühlen. „Die Leistung war okay bis gut, sehr stabil, sehr viel Kontrolle und auch mit ein paar Chancen. Für mein Empfinden waren wir klar die bessere Mannschaft“, erklärte er. „Leider waren wir nicht zwingend genug nach vorne dann in diesem letzten Drittel. Man weiß, wie viele schwere Spiele wir hier auswärts schon hatten. Deswegen war die Leistung gut, aber glücklich sind wir natürlich nicht, weil wir wollten den Sieg heute.“
Auch Innenverteidiger Luka Vuskovic zeigte sich unzufrieden: „Ich glaube, dass wir drei Punkte verdient hätten, so, wie wir gespielt haben. Das ganze Team ist ein bisschen enttäuscht, weil wir alle das Gefühl hatten, dass wir sie hatten. Aber am Ende ist es ein Punkt.“
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Polzin stellt klar: HSV „auf keinen Fall zufrieden“
Chefcoach Merlin Polzin ordnete das Gastspiel am Millerntor ähnlich ein. „Derbys spielt man, um zu gewinnen, das haben wir nicht geschafft. Deswegen sind wir mit dem Endergebnis auf keinen Fall zufrieden“, stellte er klar. Man wollte „allen HSVern diese drei Punkte schenken“, da man wisse, dass diese Partie für viele Fans eben „kein normales Fußballspiel“ sei.
Zur gezeigten Leistung seiner Mannschaft sagte Polzin: „Wir hatten zwar viel Kontrolle, sind aber nicht so wirklich zu Torchancen gekommen. Und wenn wir dann da waren, dann musst du die Dinge einfach klarer ausspielen. Nichtsdestotrotz haben wir jetzt im zweiten Spiel hintereinander die Null gehalten hinten.“ Das gelte im Umkehrschluss allerdings auch für die eigene Offensive, woran man nun weiter arbeiten wolle.
Auf der Pressekonferenz ergänzte der Trainer: „Es war wie erwartet ein schweres Spiel. In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein wenig die Kontrolle verloren. Insgesamt bin ich mit vielen kleinen Details nicht zufrieden. Trotzdem nehmen wir den Punkt mit.“

