In der Frühphase dieser Saison gehörte Giorgi Gocholeishvilli zu den größten Entdeckungen beim HSV. Aktuell hat es der Georgier jedoch schwer.
Gerade einmal 86 Bundesliga-Minuten brauchte Gocholeishvilli am 24. August, um die HSV-Fans auf seine Seite zu ziehen. Am ersten Spieltag stand der Sommer-Neuzugang gegen Borussia Mönchengladbach (0:0) direkt in der Startelf und gehörte zu den auffälligsten Spielern. Wenige Minuten vor dem Abpfiff verabschiedeten ihn die mitgereisten Anhänger unter tosendem Applaus.
Keine fünf Monate später hat sich das Blatt jedoch gewendet. Um Gocholeishvilli ist es mittlerweile erstaunlich ruhig geworden. Nach sieben Startelfeinsätzen an den ersten elf Spieltagen findet sich der 24-Jährige immer häufiger nur noch auf der Bank wieder. In den letzten fünf Begegnungen stand er lediglich einmal von Beginn auf dem Platz. Und das ausgerechnet beim deutlichen 1:4 gegen die TSG Hoffenheim, als Gocholeishvilli nach 45 Minuten ausgewechselt wurde.
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Polzin über HSV-Star: „War in der Hinrunde ausbaufähig“
Was ist also passiert? Mit Ausnahme der besagten Partie in Sinsheim hat sich der bei den Fans weiterhin enorm beliebte Rechtsverteidiger auf den ersten Blick wenig zu Schulden kommen lassen.
Trainer Merlin Polzin führt die geschrumpfte Rolle seines Schützlings vor allem auf zwei Faktoren zurück. Zum einen ist da der Konkurrenzkampf. „Wir haben mit William Mikelbrencis, Bakery Jatta und ihm drei Jungs, die die Position auf der rechten Schiene spielen können“, erklärte Polzin. „Alle drei haben unterschiedliche Profile und je nach Spiel werden unterschiedliche Profile gefordert sein.“
Einen konkreten Verbesserungsvorschlag gab der HSV-Coach Gocholeishvilli dennoch an die Hand. „Bei Giorgi war die Torgefahr in der Hinrunde ausbaufähig“, so Polzin. Tatsächlich wartet die Donetsk-Leihgabe im Trikot der Rothosen noch immer auf einen Scorerpunkt.
Trotzdem werde er innerhalb der Mannschaft weiterhin enorm geschätzt. „Er ist sehr intensiv“, fuhr Polzin fort und machte dem emsigen Georgier Hoffnungen auf eine baldige Chance. Möglicherweise schafft es Gocholeishvilli schon gegen Gladbach zurück in die Anfangsformation. Gegen jenes Team also, gegen das er im August noch so vielversprechend in seine HSV-Karriere gestartet war.

