Beim HSV nimmt die Suche nach einem neuen starken Mann so langsam an Fahrt auf. Der Aufsichtsrat prüft mehrere Kandidaten für die Kuntz-Nachfolge.
Wie am Dienstagabend durch einen Sky-Bericht bekannt wurde, beschäftigt sich das Kontrollgremium des HSV mit Sebastian Kehl. Auch die Mopo kann diese Information bestätigen. Der BVB-Sportdirektor steht in Dortmund noch bis 2027 unter Vertrag, seine Zukunft gilt jedoch als offen. Der Aufsichtsrat prüft derzeit verschiedene Profile und lässt sich dabei bewusst Zeit. Ein sofortiger Handlungsdruck besteht nicht, ein Amtsantritt des neuen Sportchefs im Sommer gilt als realistisch.
Der Name Kehl ist in Hamburg nicht neu. Schon zu Zweitliga-Zeiten im Mai 2024 wurde der frühere Nationalspieler beim HSV gehandelt. Ein Wechsel kam seinerzeit nicht infrage. Mit der Rückkehr der Rothosen in die Bundesliga hat sich die Ausgangslage jedoch verändert, der aktuell vakante Job an Attraktivität gewonnen.
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Zwei weitere prominente Namen beim HSV gehandelt
Hinzu kommt die komplizierte Konstellation in Dortmund. Kehl hatte Anfang 2024 auf den Aufstieg zum Sport-Geschäftsführer gehofft, zog im internen Machtgefüge aber den Kürzeren gegenüber Lars Ricken. Seine Rolle zwischen Ricken und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke soll ihn zunehmend belastet haben. Ein sauberer, einvernehmlicher Abschied wäre für den Ur-Borussen dennoch wichtig.
Für den HSV könnte Kehls Erfahrung auf höchstem Niveau derweil interessant sein. Er kennt die Bundesliga, ist international bestens vernetzt und hat zahlreiche Transfers mit durchaus üppigen Summen begleitet.
Doch neben Kehl kursieren auch andere namhafte Optionen. Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick soll laut Mopo gesprächsbereit sein und redet aktuell mit dem ÖFB über seine Zukunft nach der Weltmeisterschaft 2026. Auch Ex-DFB-Manager Oliver Bierhoff wird weiterhin als Kandidat gehandelt. Mehr noch: Der EM-Held von 1996 hat scheinbar großes Interesse an einer Tätigkeit im Volkspark!

