HSV-Coach Merlin Polzin droht eine Sperre. Nach dem jüngsten 1:2 in Freiburg steht der 35-Jährige bereits bei drei gelben Karten.
Auslöser seiner dritten Verwarnung war die entscheidende Szene im Breisgau am vergangenen Samstag. Schiedsrichter Timo Gerach erkannte den Siegtreffer der Gastgeber an, obwohl zuvor ein Foulspiel vorgelegen hatte. Polzin reagierte an der Seitenlinie heftig, gestikulierte energisch und verwies auf „den Ellenbogenschlag von Freiburgs Johan Manzambi gegen HSV-Verteidiger Jordan Torunarigha“. Seine Proteste blieben folgenlos, stattdessen erhielt der HSV-Trainer gelb wegen Reklamierens.
Zum bereits dritten Mal in dieser Saison wurde Polzin verwarnt. Der Coach selbst sieht darin ein Muster, das aus seiner Sicht erklärbar ist. „Ich versuche, unsere Mannschaft bestmöglich zu unterstützen und zu verteidigen“, erklärte Polzin auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen.
Weiter führte er aus, dass er sich in den jeweiligen Situationen „ungerecht behandelt gefühlt“ habe. Konkret nannte er alle drei Spiele: „Das war der Fall gegen Wolfsburg mit der sehr kurzen Nachspielzeit, die ich nicht nachvollziehen konnte. Das war in Köln der Fall, als ich nicht damit einverstanden war, wie die eine gelb-rote-Karte zustande kam. Und das war auch gerade in Freiburg der Fall.“
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Polzin stellt klar: „Braucht sich niemand Gedanken zu machen“
Trotz der Häufung an Verwarnungen weist Polzin mögliche Kritik an seiner Selbstkontrolle zurück. „Es braucht sich niemand Gedanken darüber zu machen, ob ich meine Emotionen im Griff habe. Trotzdem möchte ich mich bessern, damit es nicht mit einer weiteren gelben Karte endet“, machte der gebürtige Hamburger deutlich.
Sollte es dennoch zu einer Sperre kommen, hätte das spürbare Konsequenzen. Polzin würde ein Innenraumverbot erhalten und dürfte sich von 30 Minuten vor bis 30 Minuten nach dem Spiel weder in der Kabine noch im Spielertunnel aufhalten. Seinen HSV müsste er in einem solchen Szenario also tatenlos von der Tribüne aus verfolgen.

